12.07.2017

Mackenzell und Nüsttal die Gelackmeierten - vorerst

Die nächsten Einsprüche laufen

Mackenzell um René Heller (rechts) misst sich auch zukünftig mit den "Blauen" aus Nüsttal - nur eben in einer anderen Liga, aber in welcher? Foto: Charlie Rolff

Rückschlag für den Fußballkreis Lauterbach-Hünfeld um seinen Chef Erhard Zink. Wie Zink am Abend den Vereinen zähneknirschend mitteilen musste, hat sich der Hessische Fußball-Verband (HFV) gegen Zink und pro Thorsten Beck (Kreisfußballwart Fulda) entschieden – allerdings nehmen Zinks Team und die betroffenen Vereine dies nicht hin.

Beck hatte gegen die abgefasste und bereits veröffentlichte Klasseneinteilung Einspruch beim HFV eingelegt. So wollte er, dass die A-Liga Fulda-Rhön von den einzig nicht dem Fuldaer Kreis angehörigen Vereinen, Mackenzell und Nüsttal, befreit werde, dafür aus der Fulda-Lauterbach-Staffel (gehört zu Zinks Fußballkreis) die zweiten Mannschaften Haimbachs und Borussia Fuldas in die A-Liga Fulda rücken und aus der A-Liga Fulda wiederum Rönshausen und Büchenberg in die Rhön-Staffel wandern. Damit sich der Kreis schließt, mussten die Nachbarn Mackenzell und Nüsttal in die Lauterbacher Staffel wechseln.

Weil sich Zink und Beck nicht einig wurden, entschied letztlich der HFV, der sich für Becks und gegen die Ursprungsversion aussprach. Vertreter Mackenzells und Nüsttals kündigten an, gegen den am vergangenen Sonntag gefassten Beschluss Einspruch einzulegen – und diesen direkt an HFV-Präsident Stefan Reuß zu richten. Besonders hart trifft die Umgruppierung den DJK 1. FC Nüsttal, der in die A-Liga Rhön in Summe keine 700 Kilometer hätte bewältigen müssen, in der A-Liga Fulda-Lauterbach allerdings insgesamt über 1100 Kilometer durch die Prärie fahren müsste.

Allerdings protestieren nicht nur die beiden Vereine, vielmehr lehnt der Kreisfußballausschuss Lauterbach-Hünfeld den Beschluss des HFV in Gänze ab – und werde einen Plan B präsentieren, der bereits mit Hersfelds Kreisfußballwart Karl-Heinz Blumhagen abgestimmt sei. Dieser besagt, dass Mackenzell und Nüsttal in die A-Liga Hünfeld-Hersfeld rücken sollen, diese daher mit 18 Teams spielen würde, dafür würde die A-Liga Fulda-Lauterbach auf 14 Teams zusammenschrumpfen. Blumhagen, in dessen Verwaltungsbereich die A-Liga Hünfeld-Hersfeld fällt, habe laut Zink bereits sein Okay gegeben, nun liege es am Verbandsspielausschuss des HFV. Konsequenz sei zudem, dass der Kreis Lauterbach-Hünfeld ab Sommer 2018 den Spielbetrieb in A-, B- und C-Liga eigenständig durchführen werde.

Glücklich darf sich Bimbach II schätzen, das wunschgemäß noch der C-Liga Fulda zugeordnet wurde – ursprünglich sollte der Absteiger in der C-Liga Lauterbach/Hünfeld spielen. Außerdem hat Wendershausen eine Reserve nachgemeldet, die in der C-Liga Fulda/Rhön an den Start gehen wird, genau wie die eigene erste Mannschaft.

Autor: Johannes Götze

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