10.05.2019

Magdlos spielt das Zünglein an der Waage

KOL Süd: SGM greift in Auf- und Abstiegskampf ein

Nikolai Förster (rechts) und die SG Magdlos können in den verbleibenden drei Partien noch erheblichen Schaden für ihre Gegner anrichten. Foto: Kevin Kremer

Für die SG Magdlos geht es in der Kreisoberliga Süd eigentlich um gar nichts mehr. Mit dem aktuellen vierten Tabellenplatz spielt die Hartmann-Elf eine starke Saison und kann sich bereits frühzeitig auf die kommende Runde vorbereiten. Aber ganz so uninteressant sind die verbleibenden drei Spiele doch nicht, denn die SGM kann noch entscheidend in den Auf- und Abstiegskampf eingreifen.

SG Kressenbach/Ulmbach, FV Steinau, SG Freiensteinau. Das Restprogramm hat es in sich, denn für Erst- und Letztgenannten geht es um die Meisterschaft, während Steinau noch Zähler im Abstiegskampf braucht. Von Druck verspürt der Magdloser Spielertrainer Mario Hartmann jedoch überhaupt nichts, denn vielmehr spielt bei den Gegnern mit Sicherheit der Kopf eine Rolle: „Wenn möglich, wollen wir neun Punkte holen, denn wir haben noch eigene Ziele. Deshalb treten wir entsprechend auf. Halten wir gegen Kressenbach/Ulmbach und Freiensteinau lange die Null, kommt bei ihnen bestimmt etwas Nervosität auf.“ Dass Magdlos K/U und die SGF schlagen kann, zeigten die Hartmann-Mannen mit den Siegen gegen beide Teams in der Hinrunde.

Allgemein läuft es für die SGM derzeit. Nach einem schwachen Auftakt in die Restrunde mit drei Niederlagen ging es zuletzt bergauf, die vergangenen vier Spiele wurden ohne Gegentor allesamt gewonnen. „Wir hatten uns nach der Winterpause noch nicht ganz gefunden, kassierten immer wieder einfache und dumme Gegentore. Deshalb haben wir Kleinigkeiten verändert und sind anschließend wieder geschlossener aufgetreten“, meint Hartmann. Fortan lief es wieder, mit den Leistungen ist der 32-Jährige mehr als zufrieden und dementsprechend Stolz auf das, was sein Team in dieser Saison geleistet hat, denn Platz vier in der Kreisoberliga stand im Fliedener Ortsteil schon lange nicht mehr.

Knüpft seine Mannschaft an die zuletzt gezeigten Leistungen an, könnte gegen die Spitzenteams etwas zu holen sein. Das nötige Selbstbewusstsein haben seine Schützlinge, meint Hartmann, und erwartet deshalb Spiele auf Messers Schneide. „Es kann in alle Richtungen laufen. Ob wir ihnen ein Bein stellen können, zeigt sich dann“, sagt Hartmann, der hofft, dass die Zuschauerzahl an den Spieltagen entsprechend hoch sein wird, „weil dann würde eine gewisse Atmosphäre aufkommen.“ Fehlen wird ihm weiterhin Torhüter Dominik Gerst mit einer Schulterverletzung. „Für unsere angeschlagenen Spieler haben wir in dieser Woche das Training etwas dosiert“, fügt der SGM-Trainer hinzu.

Autor: Tobias Konrad

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