12.10.2018

"Mauern werden wir sicher nicht"

KOL Süd: Topspiel in Freiensteinau

Jannik Seipel (links) und die SG Freiensteinau empfangen am Sonntag den Primus. Foto: Rainer Michelmann

In der Kreisoberliga Süd findet am Wochenende ein Topspiel statt. Der Tabellenzweite Freiensteinau empfängt den Primus Kressenbach/Ulmbach (Sonntag, 15 Uhr).

Dass es zu dieser Konstellation kommen würde, war nach vier Spielen noch alles andere als absehbar: Nur einen Zähler holte die SGF da, seitdem gab es allerdings 23 Punkte in neun Partien und keine einzige Niederlage mehr. „Die ersten Spiele haben wir verdient verloren, weil wir anfangs zu passiv agiert haben“, analysiert Trainer Heiko Breitenberger, der trotz des schwachen Starts die Ruhe behielt und gar nichts veränderte.

Was sich auszahlen sollte: Auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz im Anschluss an das Hessenliga-Derby zwischen Flieden und Hünfeld gewann Freiensteinau mit 6:2 bei der Buchonen-Reserve, „ab diesem Zeitpunkt war der Schalter umgelegt. Wir spielen jetzt befreiter auf, unser Zweikampfverhalten ist deutlich besser geworden. Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft super zufrieden.“

Durch Kantersiege wie dem 7:0 gegen Stockhausen/Blankenau sowie dem 8:1 gegen Lauterbach haben die Vogelsberger die beste Offensive der Liga, 43 Treffer hat sonst keine andere Mannschaft erzielt. Alleine 16 davon erzielte Jannik Beikirch, der dadurch der aktuell beste Torschütze der Liga ist. Zuletzt gab es zwar ein torloses Remis bei der FSG Vogelsberg, das Breitenberger allerdings relativeren kann: „Obwohl der A-Platz top da lag, haben wir auf dem B-Feld in Lanzenhain gespielt. Da haben wir teilweise bis zum Knöchel in den Löchern gestanden. Deshalb konnte ich mit dem Punkt am Ende gut leben, auch weil sich kein Spieler von uns verletzt hat.“

Eine völlig andere Partie kommt nun auf die Breitenberger-Jungs zu, Primus Kressenbach/Ulmbach hat nicht nur die beste Defensive, sondern auch die zweitbeste Offensive. „Ich bin eigentlich gerne jemand, der auf eine stabile Defensive setzt, mauern werden wir aber sicher nicht. Das könnte ein interessantes Spiel werden, Kressenbach ist jedoch favorisiert“, so der Coach, der den Gegner beim jüngsten 1:1 gegen Steinau beobachtet hat. „Sie haben ein sehr gutes Umschaltspiel, sind offensiv sehr gut aufgestellt. Aber man hat auch in der ersten Halbzeit gesehen, dass sie Probleme bekommen können. Wir wollen unser Bestes geben, vielleicht gelingt uns dann ja was“, so Breitenberger, dessen Saisonziel derweil unverändert bleibt: ein Platz zwischen eins und fünf.

Der größte Verfolger der beiden Top-Teams kann schon am Freitagabend (19 Uhr) Druck ausüben: Dann ist nämlich die SG Rückers zu Gast beim Vorletzten Stockhausen/Blankenau. Unbedingt Punkte braucht derweil die SG Löschenrod, nachdem fünf der vergangenen sechs Spiele verloren wurden. Einen möglichen Relegationsrang könnte der Verein verlassen, wenn daheim gegen den Tabellennachbarn Schweben (Sonntag, 15 Uhr) gepunktet wird.

Autor: Steffen Kollmann

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