01.06.2015

Mehler fordert 17 Mannschaften für die A-Liga Fulda

"Wenn Hopfhauer Eier in der Hose hätte, würde er beide Teams in der Liga spielen lassen"

Zum Lachen zumute war Horas' Vorsitzendem Winfried Mehler in den vergangenen Tagen nicht.

Als Kreisfußballwart Hans-Peter Hopfhauer am vergangenen Freitag Vereine und Presse darüber informierte, dass es nun doch eine Relegation zur A-Liga Fulda geben werde, war die Empörung auf allen Seiten groß. Besonders dem FV Horas II schmeckte diese Meldung überhaupt nicht, hatte der Verein doch bereits den Aufstieg zelebriert, nur um jetzt doch nachsitzen zu müssen. Wie der Vorsitzende Winfried Mehler gegenüber unserem Online-Portal bestätigte, werde der FVH das Ganze nicht einfach so hinnehmen - der Verein hat bereits Einspruch erhoben.

"Es stimmt, wir haben beim Vorsitzenden des Kreissportgerichts, Berthold Leinweber, Protest eingelegt", erklärt Mehler. "Wir haben bereits unseren Aufstieg gefeiert, T-Shirts angeschafft und uns darauf vorbereitet, dass die Saison im Mai beendet werden würde. So haben wir einige Spieler, die für die Reserve noch spielberechtigt waren, in der ersten Mannschaft eingesetzt. Diese können die Relegation jetzt nicht bestreiten. Außerdem fehlt unser Torwart Andreas Retsch, da dieser im Urlaub sein wird, den er sich kurzfristig genommen hat. Wir wurden ganz klar benachteiligt, und das wollen wir nicht einfach so akzeptieren."

Ein weiterer Punkt, der Mehler sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass der Gegner des FVH noch nicht ermittelt ist. Sollte die erste Mannschaft des TSV Pilgerzell in der Relegation zur Kreisoberliga die Klasse halten, hieße der Gegner Pilgerzell II. Bei einem Abstieg des TSV hieße der Relegations-Gegner Buchonia Fulda. Die Spiele könnten somit erst ab dem 11. Juni ausgetragen werden. Doch damit nicht genug: Auch die Relegation zur B-Liga Fulda würde dadurch verschoben werden müssen. Aktuell sieht es so aus, als müsse Rönshausen II in das Spiel gegen Frischauf Fulda gehen, sollte Buchonia Fulda allerdings doch noch die Klasse halten, müsste der TV Neuhof II noch um den Klassenerhalt bangen.

Der Schuldige für dieses Wirrwarr ist für Mehler schnell gefunden. "Kreisfußballwart Hans-Peter Hopfhauer hat mal wieder etwas im Alleingang entschieden, das ist nicht das erste Mal. Wenn Hopfhauer Eier in der Hose hätte, würde er die Konsequenzen tragen und beide Teams in der Liga spielen lassen", fordert der FVH-Vorsitzende. Gegen 17 Teams hätte auch Pilgerzells Vorsitzende Gianni Leonangeli nichts einzuwenden. "Wenn es nächstes Jahr dafür einen Absteiger mehr geben würde, hätte ich kein Problem damit. Ich kann den Frust in Horas natürlich verstehen, allerdings liegt der Fokus bei uns ganz klar auf dem Klassenerhalt der ersten Mannschaft. Sollten wir dies nicht schaffen, müssen wir über den Ligaerhalt der zweiten Mannschaft gar nicht mehr reden."

Hopfhauer erklärte auf Nachfrage, dass er zum Horaser Protest nichts sagen könne, da dies Aufgabe des Sportgerichts sei. "Ich habe aus meiner Position heraus die einzig mögliche Entscheidung getroffen", erklärt der Kreisfußballwart. "Ich bin natürlich auch daran interessiert, eine für alle Seiten faire Entscheidung zu finden. Wenn es das Sportgericht akzeptieren würde, 17 Mannschaften zuzulassen, hätte ich sicherlich kein Problem damit." Berthold Leinweber dagegen erklärte, dass er den Fall an den Verbandsspielausschuss weitergeleitet habe, da diese für die Thematik zuständig seien.

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren