Hessenpokal

Mehr als die Pflicht war nicht möglich

30. September 2020, 20:00 Uhr

Doppelt erfolgreich: Christoph Sternstein. Foto: Charlie Rolff

Schon beim Blick auf das Geläuf war klar: Einen Spaziergang kann der Hünfelder SV im Erstrundenspiel des Hessenpokals nicht erwarten. Und so verwunderte nicht einmal der Rückstand, doch dank angepasster Spielweise wurde die Pflicht beim Kreisoberligisten FSG Bebra erfüllt und mit 3:1 (0:1) gewonnen.

Die Gastgeber wichen vom weiten Rund in der Biberkampf auf den mit Flutlicht ausgestatteten Nebenplatz aus, der eigentlich die Heimat des A-Ligisten FCReal Espanol Bebra ist. Und der Platz präsentierte sich in bester Spätherbstform, war uneben und mit Löchern durchdrängt.

Doch während die FSG diese Situation von Beginn auch annahm, haderte der HSV viel zu viel mit dem Platz und scheiterte damit eine Halbzeit lang an sich selbst. Bebra nutzte das für sich, führte zur Pause verdient, weil Martin Silbermann nach Vorarbeit von Josko Sut gleich zweimal sein Glück versuchen durfte und letztlich ins lange Eck traf (25.). Der HSV verzeichnete hingegen keine einzige glasklare Chance.

„Ziemlich perfekt“, sagte FSG-Kapitän Marcel Schmidt zu den ersten 45 Minuten, doch schon da blühte ihm, „dass der Druck stärker werden wird“. Er behielt Recht, denn Hünfeld stellte die Spielweise um, in dem Alexander Reith als Sechser agierte und so mit Chipbällen versuchte, die Offensive zu versorge. Zudem wechselte Trainer Johannes Helmke mit Maximilian Fröhlich den Unterschiedsspieler an diesem Tage ein. Keine zwei Minuten dauerte es, da ließ Fröhlich die Latte zappeln. Er sorgte auf Linksaußen für ständige Unruhe, auch wenn er selbst nicht traf.

Das übernahm in erster Linie Christoph Sternstein, der zweimal goldrichtig stand und von Aaron Gadermanns und Fröhlichs Vorlagen profitierte. Den Deckel machte Max Vogler nach Steckpass von Kapitän Julian Rohde drauf. Rohde war nachher erleichtert und erklärte, „dass wir den Umstellungen den Sieg zu verdanken haben“.

Die Statistik:

FSG Bebra: Hesse – Schade (61. Mahmud), Marcel Schmidt, Labudovic, Schaar – Eisel, Engel – Kaufmann (76. Eichhorn), Silbermann (90. Holzhauer), Sut – Manuel Schmidt.
Hünfelder SV: Brunner – J. Budenz, Schuch, Gadermann, Helm – L. Budenz (82. Trabert), Rohde – Sternstein (73. Binsack), Reith, Krieger (46. Fröhlich) – Helm.
Schiedsrichter: Thorsten Eick (TSV Eifa).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Martin Silbermann (25.), 1:1 Christoph Sternstein (56.), 1:2 Christoph Sternstein (66.), 1:3 Max Vogler (88.).

Kommentieren