A-Liga Fulda/Lauterbach

"Mehr Derby geht nicht" im Topspiel

15. Oktober 2020, 07:00 Uhr

Marc Prinz (rechts) und der TSV Ilbeshausen dürfen sich auf das Topspiel gegen Grebenhain/Bermuthshain freuen. Foto: Christian Halling

Auf das Duell Zweiter gegen Erster dürfen sich die Fans am Wochenende in der A-Liga Fulda/Lauterbach freuen. Doch damit nicht genug: Die Partie zwischen dem Zweiten Ilbeshausen und dem Ersten Grebenhain/Bermuthshain (Samstag, 14 Uhr) ist auch noch ein Derby.

Für einige überraschend steht der Gast mit sechs Siegen aus sechs Spielen auf Platz eins und könnte so das ohnehin schon bestehende Fünf-Punkte-Polster noch vergrößern. "Es überrascht mich ehrlich gesagt gar nicht, ich hatte sie oben auf der Rechnung. Dank der jungen Spielern steckt ganz schön Potenzial drin, zudem haben sie mit Steffen Kreller-Beetz, Jannik Braun und Tim Ittmann Ausnahmespieler", lobt Ilbeshausens Trainer Andre Wohnig den kommenden Gegner.

Deshalb schiebt der 47-Jährige die Favoritenrolle auch den Gästen zu - obwohl sechs der acht direkten Duelle bei zwei Unentschieden zuletzt an den TSV gingen. "Das waren immer enge Geschichten. Mehr Derby geht nicht, da brauchst du niemanden groß zu motivieren", weiß Wohnig, der hofft, dass am Samstag die 200-Zuschauer-Marke geknackt wird. Die ursprünglich mal angedachte Oktoberfestfeier fällt aufgrund der Umstände zwar flach, mit entsprechendem Bier und Leberkäse kommt aber zumindest etwas bayerische Stimmung auf.

Zufrieden ist Ilbeshausen mit dem Saisonstart, wenngleich Wohnig auch ein wenig relativieren muss: "Die Punkte haben wir gegen die Teams geholt, die gerade auf den letzten fünf Plätzen liegen. Die Brocken liegen noch vor uns", so der Übungsleiter, der seine Truppe nicht als großen Meisterfavoriten sieht - anders als viele Konkurrenten. "Nach den Ergebnissen der Vorjahre wundert mich das natürlich nicht. Aber wir haben mit Patrick Muth (Freiensteinau) und Janosch Christoph (Lauter) zwei Stammspieler verloren, die wir nicht einfach so ersetzen konnten. Wir wollen unter die ersten fünf kommen und eine ähnlich gute Runde wie im vergangenen Jahr spielen."

Da wurde der Aufstieg in die Kreisoberliga trotz eines starken Punktequotienten von 2,33 knapp verpasst. "Wenn wir ein Spiel mehr absolviert und gewonnen hätten, wären wir als Zweiter aufgestiegen. Hinten standen wir bombensicher, haben nur zehn Gegentore kassiert. Wenn die Saison nicht abgebrochen worden wäre, hätte noch was gehen können. Aber auch so sind wir nicht böse und freuen uns über viele Derbys", betont Wohnig. So wie am Samstag im Topspiel.

Kommentieren