29.11.2018

Mehr Licht unterm Christbaum

Hessenliga: Radic hofft gegen Neu-Isenburg auf weitere Euphorie

Auf seiner neuen Position in der Innnenverteidigung scheint André Leibold wieder aufzublühen. Foto: Charlie Rolff

In den ersten drei Wochen im neuen Amt hat Fliedens Trainer Zlatko Radic schon einen Einblick in die fußballerischen Hochs und Tiefs erhalten, die das Königreich so zu bieten hat. Am Samstag (14 Uhr) im Kellerduell gegen Neu-Isenburg, dem gleichzeitig letzten Auftritt im Jahr 2018, will sich die Buchonia gegen einen angeknockten Gegner Euphorie für die Vorbereitung holen.

Verschnupft wirkte Zlatko Radic Mitte der Woche: Rau sind die Bedingungen am Fliedener Weiher mittlerweile nicht nur in sportlicher Hinsicht, „vielleicht kommt es aber auch vom Feiern vom letzten Samstag“, erklärt der 49-Jährige lachend. Das 5:2 gegen Eddersheim, der erste Seit seit knapp drei Monaten, sei insbesondere im Mannschaftskreis entsprechend gewürdigt worden. „Das durften die Jungs auch“, betont Radic, „weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Kampf- und Laufbereitschaft haben gestimmt, wir haben den Gegner über 90 Minuten dominiert, sind nach der Gelb-Roten Karte für Luca Gaul und dem Gegentor zum 3:1 kurz vor der Pause nicht ins Wanken gekommen.“

Die überraschenden Umstellungen – André Leibold als Innen-, Felix Hack als Außenverteidiger, Kapitän Andreas Drews auf der Sechs oder Marc Röhrig auf den Außen – griffen gegen den FCE, viele Änderungen scheinen für das neuerliche Heimspiel an diesem Samstag, dass die Buchonen unbedingt auf Rasen austragen wollen, nicht nötig. Lediglich den gesperrten Luca Gaul gilt es zu ersetzen, „wobei wir so einen Spielertyp wie Luca nicht noch einmal haben“, lässt Radic offen, ob Kemal Sarvan, Sascha Rumpeltes, Sebastian Pfeiffer, der wiedergenesene Christian Bohl oder Youngster Lukas Hagemann, der gegen Eddersheim sein sehnlichst erwartetes erstes Tor bejubeln durfte und es Radic ähnlich wie der ebenfalls eingewechselte Frischling Jacob Müller angetan hat, in die erste Elf reinrutschen wird.

Viel wichtiger als die Aufstellung ist dem Trainer allerdings die Einstellung seiner Mannen, wobei die Motivation schon angesichts der Tabellenkonstellation von vornherein riesig sein sollte: Ein Sieg, und das Licht am Ende des Tunnels ist noch sichtbarer, schließlich warten in der Restrunde mit Türk Gücü Friedberg, dem Rückspiel in Neu-Isenburg und zu Hause gegen Lohfelden gleich die nächsten direkten Duelle gegen Konkurrenten aus den unteren Tabellengefilden. „Mit einem Sieg am Samstag könnten wir beruhigter Weihnachten feiern“, weiß Zlatko Radic, der sich die Neu-Isenburger beim 0:1 gegen Ederbergland angesehen hat, dem siebten Spiel der Spvgg. ohne Sieg. „Es gab dort zuletzt Ärger um fünf suspendierte Spieler, aber umso mehr wollen sich natürlich nun die anderen beweisen. Wir müssen aufpassen“, warnt Radic. / hall

Autor: Christian Halling

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