10.08.2018

Meinhardt und die Sorgen nach der Relegation

Gruppenliga: Thalau muss gegen Ehrenberg einen Fehlstart abwenden

Jörg Meinhardt war mit seinen Thalauern am vergangenen Wochenende so gar nicht zufrieden. Archivfoto: Charlie Rolff

Über drei Tage streckt sich der Spieltag in der Gruppenliga. Los geht es heute Abend mit dem Spiel am Petersberger Waidesgrund.

RSV Petersberg – SG Festspielstadt (Freitag, 19 Uhr):

„Beim ersten Spiel in Queck haben wir keine 50 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Wir haben dort zwar gut angefangen, aber mancher hat dann wohl gedacht, das läuft schon. Wir hatten zwar ein bisschen mehr Ballbesitz, aber ich bin kein Freund von Ballbesitzfußball“, schaut RSV-Trainer Jürgen Krawczyk auf das bislang einzige Spiel seiner Mannen zurück. Nun erwartet der Coach mehr Einsatz, mehr Wille, mehr Leidenschaft. „Die Jungs sind fit genug, müssen jetzt aber dagegen halten.“ Krawczyk hat die Festspielstadt beim 1:0 gegen Künzell unter die Lupe genommen: „Die haben tief gestanden und schnelle Leute, mit denen sie die Konter fahren wollen.“ Dejan Zvekic und Markus Schlotzhauer werden weiterhin fehlen, weil beide noch nicht frei sind.

SG Elters/Eckw./Schw. – SG Bad Soden (Samstag, 16 Uhr):

Von den bisherigen 16 Spielen im Kalenderjahr 2018 hat Elters nur drei verloren. Die vergangenen fünf Partien brachten saisonübergreifend 13 Punkte. Ein Spiel gegen die SG Bad Soden gab es übrigens vorher noch nie. Gespielt wird diesmal auf dem Platz in Elters.

TSV Rothemann – SG Oberzell/Züntersbach (Samstag, 18 Uhr):

„Der Mannschaft kann ich in der aktuellen Situation keinen Vorwurf machen“, nimmt Rothemanns Trainer Peter Link seine Spieler trotz der beiden Startniederlagen in Schutz. Den kommenden Gegner kennt Link aus seiner Zeit in Freiensteinau bestens: „Ich kenne die Stärken der Offensive, weiß aber auch, wo defensiv die Schwächen liegen. Also müssen wir entsprechend aus einer stabilen Abwehr kommen“, sagt Link, der sich über den Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit beim 2:3 in Schlitzerland noch immer ärgert: „So einen Elfmeter pfeift man einfach nicht.“

TSV Künzell – SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr):

Das „Finanzamt-Duell“ zwischen den Trainern Pflanz und Atzler rückt in den Hintergrund. „Wir haben ja letzte Runde schon zwei Mal gegeneinander gespielt und ganz ehrlich: Persönliche Eitelkeiten stehen hinten an“, sagt Markus Pflanz, der mit seinen Künzellern den ersten Sieg einfahren will. „Wir haben zwei Mal gute Leistungen gezeigt, müssen unsere Möglichkeiten aber rein machen. Gelingt uns das, dann gewinnen wir beide Spiele“, so Pflanz, der aber diesmal neben dem gesperrten Julien Henning auch auf die „Urlauber“ Alexander Scholz und Jonas Aschenbrücker verzichten muss.

SG Kerzell – SG Bronnzell (Sonntag, 15 Uhr):

Nico Bensing, Tom Schnopp und Sebastian Heiner werden der Helvetia im Derby fehlen. „Wir haben im ersten Spiel gegen Elters viel falsch gemacht und die Köpfe hängen lassen. Wir sollten vor allem eine andere Körpersprache an den Tag legen“, fordert Trainer Michael Jäger, der warnt: „Vor allem bei den Standards müssen wir auf der Hut sein.“

FT Fulda – SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 15.30 Uhr):

„Als wir 1:1 gegen Bad Soden gespielt haben, da war Schlüchterns Trainer Bardo Hirsch vor Ort und hat nachher gesagt, dass ihm das Ergebnis überhaupt nicht passt. Gleiches gilt jetzt für uns: Mir passt das überhaupt nicht, dass Schlüchtern 1:11 in Bad Soden verloren hat“, sagt FT-Trainer Romeo Andrijasevic, der erwartet, „dass wir auf einen Gegner treffen, der eine ganz andere Motivation und Einstellung an den Tag legen wird.“ Schlüchtern muss aber neben den verletzten Bünjamin Mat auch weiterhin auf die Leistungsträger Haris Hrkic und Mladen Puric (beide Heimaturlaub) verzichten. Dafür ist der Ex-Johannesberger Hamid Noori erstmals spielberechtigt. Dass seine Elf zunächst defensiver eingestellt ist, das erklärt Andrijasevic so: „Wir haben vier Spieler im Kader, die bereits höherklassig gespielt haben. Der ganze Rest ist aber im Laufe der Zeit aus der B- oder A-Liga zu uns gestoßen. Wir müssen erstmal eine gewisse Stabilität bekommen, aber man hat schon gemerkt, dass wir mithalten können.“

FSV Thalau – SG Ehrenberg (Sonntag, 17.30 Uhr):

„Das 0:2 in Oberzell war das schlechteste Spiel von uns, seit ich Trainer in Thalau bin. Das muss man in aller Klarheit so sagen“, ärgert sich FSV-Trainer Jörg Meinhardt, der nur einen Spieler aus der Kritik herausnimmt. „Außer Torwart Markus Herber hat keiner seine Leistung gebracht.“ Und so erwartet Meinhardt eine schnelle Reaktion: „Wenn wir auch diesmal wieder eine gute Rolle spielen wollen, dann stehen wir die kommenden drei Spiele schon ordentlich unter Druck.“ Dass seine Mannschaft mental recht ausgelaugt scheint, kann Meinhardt durchaus verstehen: „Vor und während der Relegation fährst du volles Programm hoch, kommst dann aber wieder in der Realität an. Was folgt sind eine viel zu kurze Pause und das Problem, dass du in der ohnehin kurzen Vorbereitungszeit nie alle Mann zusammen bekommst, weil immer Leute im Wechsel in den Urlaub fahren. Das wiederum sorgt dafür, dass du die Neuen nicht so schnell integrieren kannst, wie das eigentlich nötig wäre“, beschreibt Meinhardt den Teufelskreis.

Spvgg. Hosenfeld – SG Schlitzerland (Sonntag, 18 Uhr):

Das Beste folgt ja bekanntlich oft zum Schluss: Und so beenden mit Tabellenführer SG Schlitzerland und Titelkandidat Spvgg. Hosenfeld zwei top gestartete Mannschaften den Spieltag am späten Abend als letzte Teams. / kr

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