01.11.2019

Miserable Trainingsbeteiligung

Kreisoberliga Nord: Niederaula/Kerspenhausen hinter den Erwartungen

Marc Friedel ist unzufrieden mit der Trainingsbeteiligung.

Vergleicht man die aktuelle Runde mit der abgelaufenen Saison, dann steht die SG Niederaula/Kerspenhausen in der Kreisoberliga Nord zumindest auf den ersten Blick ganz gut da. Damals ging es lange gegen den Abstieg, am Ende standen 38 Punkten auf der Habenseite. Nach der Vorrunde dieser Spielzeit steht der Verein auf Rang fünf und hat bereits 25 Zähler eingefahren. Und dennoch ist die Enttäuschung beim neuen Spielertrainer Marc Friedel riesig.

"Ganz ehrlich? Ich hatte mir einiges mehr erhofft und wollte eigentlich mit dieser Mannschaft ganz oben mitspielen. Das scheint aber nicht möglich", hadert Friedel, der, sich inbegriffen, im Sommer mit dem Steinbacher Max Schäfer und den beiden Hünfeldern Nils Wenzel und Johannes Wiegand ein Quartett von vier sehr namhaften Neuzugängen bildete.

Doch mittlerweile herrscht Ernüchterung rund um das Sportgelände am Seckenbiegen. "Seit sechs, acht Wochen ist kein geregelter Trainingsbetrieb mehr möglich, weil du kontinuierlich nur mit sechs Mann da stehst. Schade, denn während der Vorbereitung hatte sich alle sehr gut angelassen", so Friedel, der anfügt, "dass wir immer wieder Punkte verschenken, weil wir nun mal nicht bei 100 Prozent sind. Auch letzten Sonntag beim 3:3 bei Hohe Luft Hersfeld war viel mehr drin."

Wer mit Friedel redet, dem bleibt die Enttäuschung über das mangelnde Interesse eines Großteils seiner Spieler nicht verborgen. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich für den Fußball und den Erfolg sehr viel opfere. Der momentane Zustand ist einfach nur frustrierend." Nun geht das Jahr 2019 in den Endspurt mit dem letzten Heimspiel gegen Hohenroda am Sonntag um 14.30 Uhr. "Die kennen wir ja noch aus dem Hinspiel. Das ist vor allem offensiv eine sehr starke Mannschaft, auch wenn das die Tabelle vielleicht nicht aussagt. Die haben aber schnelle Leute drin, die wir unbedingt in den Griff bekommen müssen."

Bei sieben Punkten Rückstand auf Rang zwei, aber bereits 15 Zählern auf Spitzenreiter Hönebach, will Friedel zumindest die Jags auf den Relegationsplatz noch nicht völlig aufgeben. Und so fordert er unmissverständlich vor den noch ausstehenden drei Matches gegen Hohenroda (H), den VfL Phillipsthal (A) und gegen die SG Mecklar/Meckbach/Reilos (A) die optimale Punktzahl. "Wenn wir wirklich auf Tuchfühlung mit der Festspielstadt, Wildeck und Bebra bleiben wollen, dann bleibt uns ja fast nichts anderes mehr übrig."

Die Spiele in der Übersicht

Samstag, 15 Uhr
SV Steinbach II - SG Wildeck
SG Festspielstadt - Rasdorfer SC
FSV Hohe Luft - ESV Weiterode

Sonntag, 14.30 Uhr
SG Dittlofrod/Körnbach - SG Haunetal
SG Niederjossa/Breitenbach - VfL Philippsthal
SG Niederaula/Kerspenhausen - FSG Hohenroda
SG Heinebach/Osterbach - SG Mecklar/Meckbach/Reilos
ESV Hönebach - FSG Bebra

Autor: Ralph Kraus

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