16.03.2019

Mit dem Wind ein leichtes Spiel

Gruppenliga: Klarer Sieg in Asbach

Ganz so weit braucht Anton Römmich gar nicht mehr zu schauen, bis er die Verbandsliga erblicken kann. Foto: Rainer Michelmann

Die SG Bad Soden schiebt sich mehr und mehr an, vielleicht schon im April die Gruppenliga-Meisterschaft zu erringen: Auch die nicht einfache Hürde bei der SG Festspielstadt übersprang der Primus dank eines 5:1 (1:1)-Erfolgs und liegt nun satte elf Punkte vor der Konkurrenz.

Das Hinspiel, als die SG Festspielstadt auf der Bornwiese den großen Personalproblemen mit einer selten gesehenen destruktiven Spielweise entgegentrat, hatten die Bad Sodener im Hinterkopf mit auf die 90 Kilometer weite Anreise genommen. Zwar war auch diesmal das Hersfelder Team längst nicht komplett, doch im ersten Spiel des Jahres auf dem Asbacher Kunstrasen sollte es von Vornherein offensiver sein. Bad Soden hatte hingegen bereits beim 3:0-Auftaktsieg gegen Kerzell eine erste Pflichtübung bestritten, die Trainer Anton Römmich zwar nicht sonderlich positiv gestimmt hatte, er dennoch der gleichen Startformation vertraute.

Die "Sprudelkicker" versuchten bei fiesem Gegenwind in Durchgang eins das Zepter in die Hand zu nehmen, doch die Gastgeber waren auf die Bedingungen und den Gegner hervorragend eingestellt, stachen in der Zentrale immer wieder zu und ließen wenig Spielfluss aufkommen. Dabei stand Hersfeld nicht allzu tief, versuchte den Gegner vielmehr vom eigenen Tor wegzuhalten. Und nach vorne führte die hohe Geschwindigkeit, die Emmanuel Crawford, Philipp Prokopenko und nicht zuletzt Nils Fischer auf die Stecke bringen, schnell zur Führung: Einen weiten Abschlag von Fabian Brunner unterschätzte Soden, Crwaford nahm den Ball zunächst herrlich mit und schloss aus linker Position noch besser ab: Über Abdul Ersöz hinweg schlug das Leder im rechten Torgiebel ein (12.).

Deutlich wird's erst spät

Dass es zur Pause 1:1 stand, lag einerseits an einer starken Kombination durch die Zentrale, als Samet Degermenci den Blick für den freistehenden Lukas Ehlert hatte (24.) und andererseits an der unzureichenden Chancenverwertung beider Teams. Die besten Chancen vergaben Crwaford (43., Fußabwehr durch Ersöz) auf der einen und Sodens Kapitän Christoph Neiter (37., knapp daneben) auf der anderen Seite.

Doch fortan war der Wind mit der SG Bad Soden – und der ungeschlagene Tabellenführer wurde spätestens nun seiner Favoritenrolle gerecht: Daniele Fiorentino (51.) und Christian Pospischil (52.) ließen Großchancen liegen, bis Ehlert ausnahmsweise per Kopf erfolgreich war – auf Flanke Pospischils. Zwar steckte die SG Festspielstadt nicht auf, doch Benedikt Kreß mit seinem ersten Ballkontakt beseitigte eine Viertelstunde vor Schluss alle Zweifel. Fiorentino erhöhte nach dem schönsten Spielzug über die Paulowitsch-Brüder und Neiter traf herrlich aus der Distanz.

Die Statistik:

SG Festspielstadt: Brunner – B. Augustin, Rakk, May, Kahya – Hennighausen (89. Skrabal), Schlensog, Pavic, P. Prokopenko (70. El Ouarachi) – Fischer, Crawford (76. R. Prokopenko).
SG Bad Soden: Ersöz – Krapf, T. Paulowitsch (76. Bräuer), Salentik, K. Paulowitsch – Moaremoglu, Neiter – Ehlert, Pospischil (71. Kreß), Degermenci (78. Lairich) – Fiorentino.
Schiedsrichter: Lukas Heineck (VfL Alfter).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Emmanuel Crawford (12.), 1:1 Lukas Ehlert (24.), 1:2 Lukas Ehlert (57.), 1:3 Benedikt Kreß (74.), 1:4 Daniele Fiorentino (76.), 1:5 Christoph Neiter (84.).

Autor: Johannes Götze

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema