03.08.2018

Mit der Kämpfernatur zurück in ruhige Fahrwasser

A-Liga Fulda/Lauterbach: Maik Schmidt sorgt in Giesel für Aufbruchsstimmung

Mit Maik Schmidt (rechts) soll es bei der SG Giesel wieder aufwärts gehen. Archivfoto: Ralph Kraus

Nach einer enttäuschenden Vorsaison, in der man lediglich aufgrund spielbetriebstechnischer Begebenheiten nicht in den Abstiegsstrudel in der A-Liga Fulda/Lauterbach geraten war, stand für die SG Giesel zeitweilig eine Fusion im Raum. Nun haben sich die Verantwortlichen um Vereinschef Uwe Block anders entschieden und bauen weiter auf ihre Eigenständigkeit. Für diesen Neustart steht der jüngst vom TSV Schmalnau verpflichtete Spielertrainer Maik Schmidt (33), der mit seiner Mentalität Aufbruchsstimmung erzeugen soll.

Wie kam es zu deiner Verpflichtung durch die SG Giesel?

Giesel hat offensiv nach einem Spielertrainer Ausschau gehalten. Und ich war in den vergangenen zwei Jahren nur als Spieler aktiv und wollte unbedingt wieder ins Trainergeschäft einsteigen. Da haben sich zwei Parteien gesucht und schließlich gefunden. Das Angebot hat sich erst einmal ganz interessant angehört und beim ersten Gespräch mit Uwe Block hat es schon gut harmoniert, sodass das Kennenlernen wirklich positiv verlief. Das Ganze hat sich dann noch ein wenig verzögert, da eine eventuelle Spielgemeinschaft im Raum stand, aber als ich das erste Mal auf die Mannschaft gestoßen bin und ihnen meine persönliche Marschroute vorgestellt habe, waren schnell alle mit an Bord. Und die Truppe hat auch angesichts der schweißtreibenden Vorbereitung wirklich gut mitgezogen. Es kamen auch wieder Leute ins Training, die vorher schon eher raus waren.

Charakterisiere deine Mannschaft.

Uns stehen ungefähr 16 Leute zur Verfügung. In der Offensive sind wir gut aufgestellt, aber auch unsere Verteidigung wird immer stabiler. Meiner Einschätzung nach schicken wir eine recht kompakte Mannschaft ins Rennen.

Woran gilt es weiter zu arbeiten?

An unserer Defensivarbeit. In der vergangenen Saison hat Giesel über 70 Gegentore kassiert. Das ist für diese Liga zu viel. Wir müssen in der Abwehr absolut stabil stehen und aus der Defensive heraus unser Spiel entwickeln. Darauf haben wir in der Vorbereitung geachtet.

Zum Auftakt geht es gegen Pfordt. Wie gehst du dieses erste Saisonspiel an?

Ich kenne die Mannschaft nicht. Vor acht Jahren, glaube ich, gegen die zuletzt gespielt zu haben. Pfordt war in der Vorsaison im oberen Tabellendrittel platziert. Da ist es schwierig für mich, eine Prognose abzugeben. Aber wir spielen im ersten Spiel vor den eigenen Zuschauern. Da wollen wir gleich einen Dreier holen und die Euphorie, die gerade im Verein und in der Mannschaft steckt, nutzen.

Was sind deine persönlichen Ziele?

Nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres möchte ich im gesicherten Mittelfeld landen und möglichst schnell aus der Abstiegszone heraus sein. Das ist ich auch die Vorgabe von Vereinsseite.

Wer sind für dich die Aufstiegsaspiranten?

Für mich ist das Hauswurz. Wir sind im Gemeindepokal auf die getroffen und da war schon ersichtlich, dass sie sich punktuell sehr gut verstärkt haben. / maz

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