Gruppenliga-Vorschau

Mit zwei Siegen voll dabei

23. Oktober 2020, 11:53 Uhr

Christopher Medler kann mit dem SV Großenlüder zu den Spitzenplätzen aufschließen. Foto: Kevin Kremer

Wohin führt die Reise des SV Großenlüder? Viel von dieser Antwort hängt vom kommenden Wochenende ab, wo der Vorjahres-Dritte mit zwei Siegen zu den Top-Teams der Gruppenliga aufschließen kann.

Zwei Heimspiele hat die Teutonia, heute Abend (19 Uhr) zunächst gegen Künzell, dann gegen Eiterfeld/Leimbach (Sonntag, 15 Uhr). „Wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir vielleicht richtig dicke dabei. Wenn nicht, könnten wir schon wieder unter Zugzwang stehen. Schließlich ist alles eng beisammen, da muss man Realist sein. Aber natürlich wollen wir lieber nach oben schauen“, sagt Großenlüders Trainer Francisco Martinez.

Beide kommenden Gegner hat der 46-Jährige schon unter die Lupe nehmen können. „Künzell habe ich gegen Hosenfeld gesehen, da haben sie sehr unglücklich verloren. Für mich sind sie trotz der Tabellensituation eine gute Gruppenliga-Mannschaft. Und Eiterfeld habe ich beobachtet, als sie einen nicht so guten Tag hatten. Aber Horas und Bronnzell schlägst du nicht einfach so, vielleicht sind sie im Verbund noch einmal besser geworden als zur Vorsaison“, so Martinez, der wie andere Vereine einige angeschlagene Spieler hat.

„Unsere Verletzten können wir in dieser Saison aber besser kompensieren. Es macht absolut Spaß mit den Jungs: Nach der guten Vorsaison haben wir genau da weitergemacht, wo wir aufgehört haben“, ist der Teutonen-Coach mit den bisherigen 17 Punkten aus neun Spielen sehr zufrieden. „Wir wissen aber auch, dass man keine Mannschaft in dieser Liga im Vorbeigehen schlagen kann. Wenn nicht die richtige Einstellung an den Tag gelegt wird, verliert der Erste gegen den Letzten.“

Viele Sechs-Punkte-Duelle im Keller

Erster ist weiterhin der Nachbar aus Hosenfeld, der am Sonntag (15 Uhr) zum Topspiel den Dritten Hönebach empfängt. Der ESV hat zuvor heute (19 Uhr) ein Auswärtsspiel und eine kurze Fahrt nach Eiterfeld. In ganz anderen Tabellenregionen als der Neuling befinden sich die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach und die SG Oberzell/Züntersbach. Beide haben am Doppelspieltag zwei Sechs-Punkte-Spiele gegen direkte Konkurrenten zu meistern. Bei der Dreier-SG aus der Rhön ist aber noch unklar, ob Kressenbach/Ulmbach am Sonntag antreten kann, nachdem das Spiel in Petersberg aufgrund eines Corona-Verdachts bei der SG K/U bereits abgesagt werden musste.

Heute hat auch Freiensteinau, das auf dem ersten Abstiegsplatz steht, gegen Müs, das auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, ein Sechs-Punkte-Spiel. „Wir könnten acht Punkte mehr haben“, sagt Trainer Heiko Breitenberger und verortet damit seine SG Freiensteinau im vorderen und nicht im hinteren Mittelfeld. Breitenberger erläutert: „Wir haben immer wieder Phasen, in denen wir unkonzentriert sind. Wir spielen ein Spiel nicht sauber zu Ende, verlieren die Ordnung, lassen in den Zweikämpfen nach.“ So sei auch zu erklären, wie man in Kirchheim bei der SG Aulatal nach einer 3:0-Führung noch 4:4 spielte. / kol, oi

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