08.11.2019

"Münch und Löffler sind Raketen"

Gruppenliga: FT möchte ein super Jahr krönen

Bekommt Sonderlob vom gegnerischen Trainer. Oberzells Routinier Benni Münch.

Die Gruppenliga biegt auf die Zielgerade ein: Für den ein oder anderen Verein steht der letzte Spieltag 2019 auf dem Programm. So wie für FT Fulda. Das Überraschungsteam empfängt heute Abend (19 Uhr) die SG Oberzell/Züntersbach zum abschließenden Spiel des Jahres.

„Wir haben ein super Jahr gespielt, aber um das zu krönen sollten wir nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen gegen Oberzell/Züntersbach schon möglichst was holen“, sagt FT-Trainer Romeo Andrijasevic, der gehörig Respekt vor dem kommenden Gegner hat.

„Alle reden bei Oberzell/Züntersbach immer von den Ankerts, und es stimmt ja auch, dass das tolle Spieler sind. Aber ich sehe da auch Leute wie einen Benjamin Münch oder Mike Löffert. Die sind für die Stabilität im Team verantwortlich, für die Balance zwischen Angriff und Defensive. Das sind Spieler, die unglaublich lauf- und zweikampfstark sind, die das ganze Spiel clever steuern“, so Andrijasevic, der diesmal wohl wieder auf Jan Schäfer zurückgreifen kann, dafür aber weiterhin auf den letztmals gesperrten Franz Voland verzichten muss.

Andrijasevic will einer prima ersten Saisonhälfte gerne den passenden Deckel aufsetzen. „Ich vergleiche das mit der Vorsaison: Da haben wir aus 19 Spielen 24 Punkte geholt. Jetzt haben wir mit einem Spiel weniger schon vier Punkte mehr. Wenn wir mit einem Sieg auf 31 Zähler kämen, dann wäre das eine Hinrunde, die mich tatsächlich sehr zufrieden machen würde.“

Gajic und der Mixer

Als Tabellenführer in die Winterpause gehen will die Spvgg. Hosenfeld. Der Tabellenführer hat beste Chancen. Denn neben zwei Punkten mehr als Verfolger Thalau haben die Schützlinge von Rodoljub Gajic auch noch eine Partie mehr in der Hinterhand. Dem Spiel am Sonntag in Müs folgt kommende Woche dann noch das Nachholspiel bei Schlüchtern/Elm.

„Wir werden mit dem nötigen Respekt in Müs antreten. Der Gegner hat eine überzeugende Hinserie hingelegt und sich nach einer kleinen Schwächephase wieder gefangen. Müs spielt sehr geduldig, hat eine ganze Reihe an erfahrenen Spielern, was sich auch daran zeigt, dass sie oft Spiele knapp gewinnen. Das macht deutlich, dass die Müser in der Lage sind, auch mal ein enges Spiel über die Zeit zu bringen“, weiß Gajic, der vor allem vor dem aggressiven Müser Spiel gegen den Ball warnt. „Da müssen wir enorm aufpassen.“

Dass seine Elf vergangenen Sonntag daheim gegen Oberzell/Züntersbach verloren hat (0:2), ärgert Gajic maßlos. „Da lasse ich keine Ausreden gelten. Auch nicht, dass wir ja am Freitag schon Kraft beim Spiel in Kerzell gelassen haben. Wir hätten uns von der Konkurrenz deutlich distanzieren können, haben es aber wieder einmal verpasst“, spricht Gajic Klartext, der sich aber in der Liga über nichts mehr wundert. „Da wird jeden Sonntag alles in den Mixer geschmissen und dann kommen wieder irgendwelche Ergebnisse dabei heraus.“

Thalau im Hinspiel "böse vorgeführt"

Verfolger Thalau kommt derweil immer besser in die Spur: FSV-Coach Matthias Wilde ist es gelungen, in den vergangenen Spielen die Anzahl der Gegentore stark zu minimieren. Zwei Mal hat es in den vergangenen drei Partien nur noch hinten eingeschlagen. „Wir spielen aktuell viel konzentrierter als in den Wochen zuvor. Das hat schon ausgereicht, um die Gegentore zu reduzieren“, so Wilde, der mit seiner Elf am Samstag (17 Uhr) beim SV Großenlüder antreten muss.

„Im Hinspiel haben die uns böse vorgeführt. Die haben mit uns gemacht, was sie wollten“, erinnert sich der Thalauer Trainer nur ungern an das 1:3. „Da sollten wir einiges dafür tun, um uns zu rehabilitieren.“

Wilde macht auch klar, dass die Zielsetzung nun korrigiert wird. „Die ganze Zeit haben wir Wert darauf gelegt, dass uns nach unten nichts passieren kann. Schließlich haben wir einige junge Spieler eingebaut. Jetzt haben wir die 30 Punkte und 38 müssten zum Klassenerhalt eigentlich reichen. Von daher geht der Blick jetzt nach oben und wenn sich die Chance ergibt, dann wollen wir auch um den Aufstieg mitspielen“, legt Wilde seine Zurückhaltung ab.

Für das Spiel in Großenlüder gibt es eine klare Marschrichtung: „Wir werden uns nicht verstecken, sondern alles daran setzen, dass wir am Samstag die drei Punkte mit nach Hause nehmen.“

Nicht gespielt wird heute Abend derweil in Schlüchtern, denn sowohl der Platz an der Auwiese als auch der in Elm ist gesperrt. Eiterfeld/Leimbach darf sich die Fahrt in Richtung Süden also sparen.

Die Spiele in der Übersicht

Freitag, 19 Uhr
SG Kerzell - Hünfelder SV II
FT Fulda - SG Oberzell/Züntersbach

Samstag, 14.30 Uhr
TSV Künzell - SG Bronnzell
SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach - SG Freiensteinau (in Elters)
17 Uhr
SV Großenlüder - FSV Thalau

Sonntag, 14.30 Uhr
SV Müs - Spvgg. Hosenfeld
RSV Petersberg - SG Aulatal

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