07.09.2019

Neues Spiel, altes Leid! – Fotos

Hessenliga: Steinbach belohnt sich nicht

Steinbachs Alin Neacsu steigt zwar am höchsten, aber auch hier springt nichts Zählbares heraus. Foto: Gerd Heuser

Kein Qualitäts-, sondern ein Kopfproblem hatte Steinbachs Trainer Petr Paliatka vor der Partie ausgemacht, als es um die Frage ging, warum sein Team kaum Tore schießt. Und das Gastspiel beim SC Waldgirmes reiht sich in genau jene Problematik ein, denn eigentlich war Steinbach lange besser, hatte die klareren Gelegenheiten und unterlag dennoch mit 0:2 (0:1).

Gerade Durchgang eins dürfte in der noch folgenden Spielanalyse erneut Fragezeichen in Paliatkas Gehirn zaubern. Allein Leon Wittke hatte fünf herausragende Gelegenheiten, um die Gästeführung zu erzielen. Zunächst hielt Fabian Grutza stark (6.), dann fehlte Präzision und/oder Auge für den mitgelaufenen Michael Wiegand (20.), bevor ihm nach Dominik Hansliks ein wenig Fortuna fehlte (24.). Doch wie er frei auf Grutza zulaufend den Ball gegen den Keeper vertändelte, wurde auch von einem Hauch von Unvermögen umweht (28.). Dass er zu schlechter Letzt einen Freistoß aus guter Position an den Außenpfosten setzte, passte ins Bild (32.).

In die Reihe der Chancentods reihte sich zudem Petr Kvaca ein, dem im Abschluss jegliches Selbstvertrauen abgeht: Erst ballerte er das Leder aus guter Position deutlich über den Querbalken (5.), dann fehlte aus bester Position jegliche Power im Abschluss (21.). Auch Kubilay Kücükler vergab noch eine Möglichkeit (22.). SCW-Kapitän Kian Golafra war zwischenzeitlich außer sich, brüllte genau wie Grutza wieder und wieder seine Vorderleute ob eines ganz schwachen Auftritts an.

Golafra und Grutza außer sich

Doch kurz vor der Pause verteidigte Steinbach eine Freistoßflanke ganz schwach, Mittelstürmer Lucas Hartmann beförderte das Leder per Kopf mithilfe der Latte ins Netz und ließ den SVS mit einem äußerst unguten Gefühl in die Kabine gehen (43.). Und dies bestätigte sich in Durchgang zwei: Hartmann (55.) und Robin Dankof (57.) verpassten noch das 2:0, dann aber bestrafte Mark Geller eine Unachtsamkeit auf Steinbachs linker Seite mit der Entscheidung (59.). Zwar bemühte sich Steinbach, aber zittern musste Waldgirmes nicht mehr.

Apropos linke Steinbacher Seite: Vorne agierte Wittke brandgefährlich, aber ohne Tor, dahinter verteidigte Luca Uth. Der 18-jährige Neuzugang von Eintracht Frankfurt stand in der Vorwoche noch nicht einmal im Kader und ersetzte nun sogleich den gesperrten Lukas Gemming. Hatte er in Durchgang eins noch den Hemmschuh an, wagte er nach der Pause ein paar mehr Ausflüge. Sein Potential deutete er beim Debüt zumindest an.

Die Statistik:

SG Waldgirmes: Grutza – Ciraci, Ter Jung, Schmidt, Cinemre (46. Siegel) – Golafra, Geller (87. Hinz) – Dankof, Schneider, Öztürk – Hartmann (72. De Bona).
SV Steinbach: Kleemann – F. Wiegand, Bott, Neacsu, Uth – T. Wiegand, Kücükler (58. Dimitrijevic) – Hanslik (61. Koch), M. Wiegand, Wittke (64. Manß) – Kvaca.
Schiedsrichter: Wiebke Schneider (SV Brachttal).
Zuschauer: 160.
Tore: 1:0 Lucas Hartman (43.), 2:0 Mark Geller (59.).

Autor: Johannes Götze

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe