Hadamar siegt zu deutlich

Neuhofs Kampf wird nicht belohnt

Leon Weiser
04. Oktober 2020, 15:55 Uhr

Hier zieht Neuhofs Ilias Benazza (links) an Hadamars Brooklyn Wölfinger vorbei. Die Punkte nahmen die Rot-Weißen allerdings mit nach Hause. Foto: Charlie Rolff

In einer hart umkämpften Partie zwischen dem SV Neuhof und Rot-Weiß Hadamar gab es letztlich einen Sieger. In einer zunächst chancenarmen Partie war Hadamar im zweiten Durchgang vorne immer wieder glücklich vor der Kiste gelandet und siegte am Ende mit 3:0 (0:0) beim daheim weiter punktlosen SV Neuhof.

Für Neuhof war es das erwartet schwere Spiel gegen das ambitionierte Team aus Hadamar. Aber der SVN machte es sehr gut, hohe Bälle klärte Abwehrchef Kladar ohne Probleme und Zweikämpfe wurden auch gewonnen. Das Problem war mal wieder die Offensive. "Ein Punkt war heute definitiv möglich. Wir wollten etwas Zählbares mitnehmen und es hätte ja auch fast geklappt", zeigt sich SVN-Coach Alexander Bär nach der Partie enttäuscht. Im ersten Durchgang ging fast gar nichts bei den Hausherren, lediglich Abseitspositionen gab es zu beobachten. Das Gute daran ist, dass es auch Punkte gibt, wenn man kein Tor schießt, nämlich wenn die Abwehr hinten kein Gegentor zulässt. So sah es auch lange Zeit für Neuhof aus.

In der zweiten Hälfte gab es dann auch endlich ein paar Torchancen zu betrachten. Dabei hatte nicht nur Hadamar, sondern auch der SVN seine Chancen, jedoch genutzt werden konnten diese nicht. Neuhof versuchte es zwar immer wieder mit langen Bällen in die Schnittstelle, aber am Ende fehlte beim SVN die Durchschlagskraft. Diese besaß hingegen Jacob Pistor, der in der Neuhofer Drangphase das Führungstor für die Gäste erzielte. "Wir haben halt leider keinen Unterschiedsspieler in den Reihen wie zum Beispiel Hadamar", erklärt Bär. Elf Minuten vor Schlusspfiff entschied Brooklyn Wölfinger die Partie per direktem Freistoß.

Am Ende steht eine sehr unglückliche und zu hohe Niederlage für den SVN, der weiter auf den ersten Heimpunkt warten muss. Die Leistung heute zeigt aber, dass der SVN durchaus auch mithalten kann, vorne aber den von Bär gewünschten "Goalgetter" benötigt und hinten zu fehleranfällig ist. "Es ist sehr ärgerlich, wenn einem hinten die Fehler so angeboten werden, denn Qualität ist in der Mannschaft auf jeden Fall vorhanden", so Bär.

Die Statistik

SV Neuhof: Hadzic - Benazza (69. Costa Sabate), Srsen, Borowski, Kladar, Paez - Kulas, Henning (75. Sosa Perez), Kerasidis - Pleic (67. Kovac), Dulabic.
Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach - Rücker, Dillmann, Herdering, Wölfinger - Mark. Neugebauer, Velemir (90. Jindra), Kittel (46. Basmaci) - Math. Neugebauer, Pistor (84. Sedy), Schäfer.
Schiedsrichter: Thorsten Eick (FSG Alsfeld/Eifa).
Zuschauer: 140.
Tore: 0:1 Jacob Pistor (66.), 0:2 Brooklyn Wölfinger (79.), 0:3 Philipp Basmaci (82.).

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