Hilders/Simmershausen mogelt sich weiter

Neuswarts schnuppert am Derbysieg

15. August 2020, 17:41 Uhr

Fabian Kümpel (rechts, im Duell mit Patrick Heller von Hilders/Simmershausen) und die Spvgg. Neuswarts waren nah an einer Überraschung dran. Foto: Charlie Rolff

Es fehlte einzig die Kaltschnäuzigkeit bei B-Ligist Neuswarts im Pokal-Derby gegen Kreisoberligist Hilders/Simmershausen. Mit 2:1 (1:1) siegte die neugegründete Spielgemeinschaft im ersten Pflichtspiel überhaupt und steht somit in Runde zwei des Fuldaer Kreispokals.

"Sehr ärgerlich", resümierte Neuswarts Trainer Julian Kirchner kurz und treffend, schließlich lag für sein Team ein ums andere Mal ein zweiter Treffer auf dem Fuß. Von Beginn an war ein gewisses Derby-Feeling zu spüren, der B-Ligist kam prima ins Spiel und ließ den Gästen kaum Spielraum. Die kalte Dusche gab es nach rund einer Viertelstunde per Standard: Nils Engebrecht setzte einen Freistoß humorlos aus 17 Metern in den Kasten. Doch die Köpfe blieben bei der Spvgg. oben, bei Valentin Kirchners Direktabnahme (17.) lag der Torschrei bereits auf den Lippen, zudem verbaselte Kirchner den Ausgleich erneut, als er bereits an SG-Keeper Samuel Bau vorbei war (32.). Der überfällige Ausgleich fiel jedoch kurz darauf. Einen langen Ball unterschätze Bau, so dass Joshua Dänner vor ihm an den Ball kam, in die Mitte passte und Leon Abe einnetzen durfte (34.).

Wer dachte, dass der Kreisoberligist mit Dampf aus der Kabine kam sah sich getäuscht. Erneut waren die Hausherren griffiger in den Zweikämpfen, standen den Gegenspielern mehr oder weniger auf den Füßen. Und spätestens nach 56 Minuten hätte Neuswarts das Spiel drehen müssen. Erst hatte Nils Rommel freistehend die Riesenchance, verzog aber, ehe Dänner nur Sekunden später an Bau im Tor scheiterte. Seinen Fehler beim Gegentor machte der Keeper längst wieder gut, denn auch beim strammen Schuss von Fabian Kümpel (65.) parierte er stark. "Wie so oft ist die Chancenverwertung unser Problem", haderte Trainer Kirchner, der ansonsten äußerst angetan vom Auftritt seiner Mannschaft war: "Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir gegen einen höherklassigen Gegner mithalten können. So, wie wir gespielt haben, hat es unglaublichen Spaß gemacht. Treten wir so in der Liga auf, können wir oben mitspielen." Dass es am Ende nicht zur Überraschung reichte, lag an einer mehr als unglücklichen Aktion von Neuswarts Kapitän Kilian Kirchner, der eine scharfe Hereingabe nicht kontrollieren konnte und den Ball ins eigene Tor beförderte (77.).

Die Statistik:

Spvgg. Neuswarts: M. Kirchner - Otte, Elfeldt, Kümpel - Feuerstein, Rommel, K. Kirchner, Abe, V. Kirchner - Dänner, Krenzer (Fischer, Wilhelm, Rausch).
SG Hilders/Simmershausen: S. Bau - Enders, Spiegel, Ziert, C. Penno - Heller, Faulstich - Askari, Engebrecht, Etzel - Hohmann (Pape, Schafsteck, Fleischmann).
Schiedsrichter: Sabine Stadler (SV Gläserzell).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Nils Engebrecht (14.), 1:1 Leon Abe (34.), 1:2 Kilian Kirchner (77, Eigentor).

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