29.07.2019

Nicht nur die Malle-Party sorgt für gute Laune

Verbandsliga: Karamatic haucht Johannesberg neues Leben ein

Applaus, Applaus für diesen Auftakt: Die SG Johannesberg um Neu-Trainer Zeljko Karamatic hat gezeigt, dass mit ihr in dieser Saison zu rechnen ist. Foto: Charlie Rolff

Gemessen daran, dass die SG Johannesberg in der Vorsaison erst am sechsten Spieltag den ersten Dreier einfuhr, ist der Saisonstart bereits jetzt geglückt. Der Auftakt-Erfolg des Verbandsligisten bei Türkgücü Kassel brachte auch die Erkenntnis, dass mit der Truppe von Neu-Trainer Zeljko Karamatic in dieser Spielzeit zu rechnen ist.

Gerade die offensiven Neuzugänge Marcel Mosch, Marius Löbig und Doppeltorschütze Sorin Sergiu Leucuta deuteten an, dass mit der Mannschaft aus dem Fuldaer Westen in dieser Saison zu rechnen ist. "Wir haben so viel Qualität vorne, dass wir es verkraften können, wenn zwei Spieler einen schlechten Tag erwischen. Dann haben wir immer noch drei andere", so Karamatic, der sein Team im 4-1-4-1-System aufs Feld schickte und immer wieder früh attackieren ließ.

Auch defensiv funktionierte die SGJ und ließ bei einem Aufsteiger, der zugegebenermaßen wohl große Probleme haben wird die Klasse zu halten, keine ernsthafte Chance zu. Die weiteren Neuen auf den Außenverteidiger-Positionen, Jonas Lembach und Slavcho Velkovski, machten einen prima Job. Auch der kurzfristige verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Mihai Alexandru Moise konnte problemlos kompensiert werden. Und vorne scheint mit Leucuta ein Torjäger gefunden, der ein lange herrschendes Problem beheben könnte. "Wir messen ihn aber nicht nur an Toren. Er ist ein Kämpfer", lobt der Johannesberger Coach den Rumänen.

„Die Jungs haben alle Qualität, aber auch menschlich sind wir in den letzten Wochen zusammengewachsen. Als wir die Tore gemacht haben, sind alle auf der Bank hochgesprungen“, so Karamatic, dessen Elf nach der Partie den Einstand der Neuzugänge mit einer Malle-Party feierte. Doch nicht nur die Spieler haben ihren Anteil am sich anbahnenden Aufschwung, auch der neue Übungsleiter. "Mit Zeljko ist frischer Wind reingekommen", freut sich der Vorsitzende Lothar Plappert, der sein Team trotzdem noch nicht zu einem Aufstiegskandidaten ausrufen möchte.

Auch Karamatic bleibt noch bescheiden: "Wir sind nicht so respektlos und sagen, dass wir der Favorit sind. Da gibt es andere Mannschaften. Aber natürlich geht der Blick nach oben", so der Coach, der Ex-Profi Niklas Zeller zum neuen Spielführer auserkoren hat. "Er ist menschlich und sportlich ein Top-Mann und soll die jungen Spieler führen. Dazu kann ein Feldspieler die Mannschaft als Kapitän ganz anders führen." Zellers Vorgänger Mitja Hofacker bleibt dafür noch die Verantwortung bei den Elfmetern: "So lange er trifft, werden wir daran nichts ändern."

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