25.03.2019

Nicht nur Happs Nerven wurden mächtig strapaziert

Hessenliga: Fliedener Heimstärke lockt viele Zuschauer an

Andreas Drews (Bildmitte) und Luca Gaul (rechts) mussten mit ihrem Team kämpferisch einmal mehr über sich hinauswachsen. Foto: Charlie Rolff

„Wie so häufig müssen wir aus Flieden mit leeren Händen nach Hause fahren“, meinte Baunatals Trainer Tobias Nebe. Gegen den KSV zeigte die Buchonia einmal mehr ihre Stärke am Weiher und feierte beim 3:2 (1:2)-Erfolg den fünften Heimsieg in Folge.

„Jetzt müssen wir nur noch auswärts anfangen zu punkten“, wusste Buchonen-Coach Zlatko Radic, dessen Elf gegen Baunatal eigentlich schon auf der Verliererstraße war. Ohne Zugriff auf den Gegner startete Flieden ins Spiel: Mike Weismantel im zentralen Mittelfeld merkten die 650 Zuschauer die Verletzungspause zuvor an, Andreas Drews in der Innenverteidigung musste sich zunächst mit der neuen Rolle arrangieren. Bis dahin führte Baunatal aber schon durch Treffer von Thomas Müller (3.) und Manuel Pforr (28.) mit 2:0.

Erst ein Eigentor kurz vor der Pause brachte die Wende, als Nico Hohmann eine Standardsituation wieder scharf machte. Und dank Marc Röhrigs schnellem Ausgleich kurz nach dem Wechsel nach toller Vorarbeit Fabian Schaubs hatte die Buchonia in einem harten, manchmal auch überharten Spiel, in dem Schiedsrichter Boris Reisert gerade bei den Gästeakteuren eine zu lange Leine ließ, wieder Oberwasser. „Plötzlich wussten wir, dass mehr drin war als nur ein Punkt“, so Radic, der seiner Elf ein Riesenkompliment aussprach und seine „Mentalitätsmonster“ in den höchsten Tönen lobte.

Allen voran Schaub. Wie sich der Stürmer beim 3:2 zehn Minuten vor Schluss konsequent, aber nicht unfair gegen Torwart Pascal Bielert durchsetzte, war unnachahmlich. Das Spiel wurde auch deshalb gedreht, weil Baunatal aufgrund des packenden Pokalfights gegen Gießen wenige Tage zuvor die Puste ausging. Und da Radic‘ Umstellung – Tobias Bartel ersetzte Weismantel zur Pause, Drews rückte eine Position nach vorne – voll aufging.

„Meine Nerven sind ziemlich am Ende“, musste sich Fliedens Stellvertretender Vorsitzender Frank Happ im Anschluss eingestehen, der damit ganz sicher nicht alleine war. Die Kulisse dankte es den Fliedenern schon vor dem Spiel, da die Bundesliga pausierte, war die Zuschauerzahl klasse. So störten eigentlich nur die Ergebnisse der direkten Konkurrenten, schließlich bleibt die Buchonia auf einem Abstiegsplatz, weshalb Happ ein sarkastisches „Vielen Dank“ in Richtung SG Barockstadt nach dem 1:1 gegen Bad Vilbel aussprach.

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