Mit zwei 1:0-Siegen auf Rang eins

Noch viel Sand im Getriebe bei den Minimalisten

18. August 2021, 10:00 Uhr

Die bisherige Ausbeute für Frank Atzler passt: Herzensverein 1. FC Köln gewann zum Bundesliga-Auftakt gegen Hertha, sein neuer Verein Burghaun zweimal in der A-Liga. Foto: Charlie Rolff

Dass eine Tabelle nach zwei Spielen noch keine Aussagekraft hat, werden wohl alle Trainer unterschreiben. Eine kuriose Situation ist es dennoch, dass der SV Burghaun nach zwei Spieltagen Erster der A-Liga Hünfeld-Hersfeld ist – nach zwei 1:0-Siegen.

Dabei war bei den Minimalisten in den ersten beiden Spielen gegen Ufhausen und Großenbach längst nicht alles Gold, was glänzt: "Natürlich bin ich mit der Punktzahl zufrieden. Aber es war noch viel Sand im Getriebe – wir können mehr und in den nächsten Spielen sollte auch mehr kommen", betont der neue Trainer der Rot-Weißen, Frank Atzler, der insbesondere im Spielaufbau und der taktischen Disziplin Verbesserungspotenzial sieht.

So hatten Ufhausen und Großenbach in den ersten Spielen durchaus ihre Chancen, und in der Offensive wurde bislang nicht angedeutet, warum Burghaun in der Vorsaison die meisten Tore schoss. Für Atzler normal: "Die Jungs haben fast ein Jahr nicht gekickt, die Spielroutine fehlt. Das wird vermutlich noch ein halbes Jahr dauern, bis alles wieder business as usual ist", glaubt der Ex-Coach der SG Löschenrod, des SV Großenlüder und der TSG Lütter. Zudem würden urlaubsbedingte Ausfälle dafür sorgen, dass er sein Team bis in den September hinein immer wieder umbauen müsse.

Kein Wunder also, dass sich Atzler nicht zu großen Kampfansagen hinreißen lässt – obwohl Burghaun als einziger Verein bei sechs Punkten steht. "Für uns geht es darum, kontinuierlich zu punkten und so lange wie möglich oben mitzutanzen, wenn die Musik spielt", sagt der Trainer, der Vereine wie Unterhaun, Wölf und Rasdorf als Favoriten ausgemacht hat. Dazu gehört auch Burghaun, mit seinem neuen Verein ist Atzler jedenfalls zufrieden – obwohl er aufgrund einer neuerlichen Knie-Operation das Training momentan nicht leiten kann und von Co-Trainer Manuel Kröning vertreten wird. "Die Jungs, die im Training sind, geben Gas. Der Vorstand ist bemüht. Soweit ich das nach sechs Wochen beurteilen kann, läuft alles okay."

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