08.11.2018

Noori kommt glimpflich davon

KOL Süd: Sportgericht ahndet Unsportlichkeit statt Tätlichkeit

Huttengrunds Hamid Noori darf nach drei Spielen Sperre wieder auflaufen. Foto: Charlie Rolff

Hamid Noori, Angreifer des Kreisoberligisten SG Huttengrund, darf am Sonntag in Lauterbach wieder spielen, und die SG Huttengrund muss 75 Euro (plus Verfahrenskosten) für eine „Zuschauerausschreitung in einem leichten Fall“ berappen. Dies ist das Ergebnis einer Sportgerichtsverhandlung, die am heutigen Donnerstagabend unter dem Vorsitz von Steffen Krah im Rasthof Schlüchtern über die Bühne ging.

Verhandelt wurden Vorkommnisse aus dem Huttengrunder Gastspiel bei der SG Rückers (2:2) am Sonntag, 21. Oktober. Die Vorwürfe von Schiedsrichter Alexander Korell (SG Landenhausen): Versuchter Kopfstoß Nooris und – nach erfolgtem Platzverweis – eine Beleidigung („Spasti“), außerdem Schiedsrichterbeleidigungen durch Huttengrunder Zuschauer.

Die Beweisaufnahme drehte sich um die Fragen: Stieß oder nickte Noori mit dem Kopf, berührte er dabei seinen Gegenspieler Florian Pankow und war Noori von Pankow zuvor provoziert worden? Das Sportgericht kam in einer rund einstündigen Verhandlung zu der Auffassung, dass Noori einen Kopfstoß angedeutet habe und ahndete daher – mit einer Sperre von drei Spielen – eine Unsportlichkeit und nicht etwa eine Tätlichkeit.

Günstig für den Angeklagten („Ich habe nach der Roten Karte nicht Spasti gesagt, sondern gefragt, ob das ein Spaß sein soll“) wirkte sich aus, dass er sich gleich nach dem Spiel beim Referee entschuldigte. Die Schiedsrichterbeleidigungen durch Huttengrunder Zuschauer sah das Sportgericht als erwiesen an. „Auch hier bewegen wir uns am unteren Rand der Strafe“, betonte Krah. / oi

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