12.05.2018

Noori stürzt Soden noch tiefer in die Krise

Verbandsliga: Johannesberg wieder Zweiter

Hamid Noori sicherte den Sieg in Bad Soden. Foto: Charlie Rolff

Die SG Johannesberg konnte im Derby der Verbandsliga Nord einen schmeichelhaften 2:1-Sieg in Bad Soden einfahren und verschlimmert somit die Ausgangslage für einen möglichen Sodener Abstieg.

Dabei starteten die Gastgeber gut in die Partie und setzten Johannesberg früh unter Druck. Chanen aber waren zu Beginn Mangelware, da beide Mannschaften mit vielen langen Bällen laborierten. Dies brachte zwar viel Tempo in die Partie, dafür aber auch umso mehr Hektik mit sich. So mussten sich die gut 150 Zuschauer 18 Minuten gedulden, bis Witali Bese nach Pass von Wagner frei vor Soldevilla auftauchte – ohne Erfolg.

Im direkten Gegenzug kamen aber auch die Hausherren durch Di Maria zur ersten Chance, welche gleichzeitig der Hallo-Wach-Effekt für die Mannen um Anton Römmich war. Denn fortan bestimmten die Gastgeber das Geschehen, konnten sich aber zum Unmut des Trainers nicht belohnen. „Wir wollen unbedingt da unten raus und dabei ist es nicht wichtig gut zu spielen, sondern Punkte zu sammeln“

Bad Soden nämlich machte seine Sache gut, lief die Spielmacher des Gegners früh an und suchten schnell den Weg in die Spitze. Lediglich vor der Pause verlor man die Kontrolle und überließ Johannesberg das Geschehen. Doch erneut der Ex Bad Sodener Witali Bese (41.) und Cino Schwab (43.) konnten ihre Chancen nicht nutzen.
Nach der Pause aber ging es heiß her: Denn erst konnte Lukas Ehlert eine Flanke von Jaron Krapf per Flugkopfball zum 1:0 nutzen (48.), ehe Hamid Noori sich im Gegenzug klasse auf den Außen durchsetzte und den mitgelaufenen Benjamin Mwanza zum 1:1 bediente (49.).

"Kann meine Mannschaft nicht kritisieren"

Mwanza wurde dabei erst drei Minuten zuvor eingewechselt, da Moise verletzt vom Feld getragen wurde. Ein Wechsel mit Folgen: Der noch A-Jugendliche Lukas Wagner nämlich rückte in die Innenverteidigung und spielte eine klasse zweite Halbzeit. Mwanze hingegen entfaltete sich nun in der Offensive und hatte auch seine Füße beim entscheidenden Treffer im Spiel. Der Eingewechselte tauchte nämlich frei vor Soldevilla auf, tunnelte diesen, weshalb Hamid Noori nur noch ins leere Tor einschieben musste (66).

„Wir haben viele Verletzte, weshalb ich meine Mannschaft fußballerisch nicht kritisieren kann“, analysierte Johannesbergs Jochen Maikranz. Zudem zolle der Fußballlehrer seiner Mannschaft eine Menge Respekt, da sie Wille und Leidenschaft auf den Platz gebracht habe. Bad Soden drückte fortan Johannesberg tief in deren Hälfte und agierte mit wütenden Angriffen. Doch die vielen langen Bälle fanden oft seinen Adressaten nicht.

Dennoch gibt man sich auf der Bornwiese kämpferisch und glaubt laut Trainer Römmich fest an den Ligaverbleib.
Denn in der Folge sollte nicht mehr viel passieren. Zwar konnte Johannesberg nicht mehr für Entlastung sorgen, doch die Chancen von Kevin Paulowitsch (83.) und Di Maria (85.) waren zu harmlos. / mic

Die Statistik:

SG Bad Soden: Soldevilla – Demuth, Paulowitsch, T, Di Maria, Lairich (Moaremoglu 76.), Ehlert, Fiorentino, Bräuer, Neiter (Paulowitsch, K. 67.), Krapf (Jordan 76.), Burgstaller.
SG Johannesberg: Hofacker – Moise (Mwanza 46.), Reksius, Wiesner, Noori (Keller 67.), Schwab, Walt, Bese, Balz, Vlk, Wagner.
Schiedsrichter: Dennis Becher (FSG Burg-Gräfenrode).
Zuschauer: 175
Tore: 1:0 Lukas Ehlert (48.), 1:1 Benjamin Mwanza (49.), 1:2 Hamid Noori (66.).

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