10.03.2019

O/Z mit Rakenstart zum Dreier

Gruppenliga: Petersberg optisch überlegen

Nico Lingelbach brachte die SG O/Z mit seinem Freistoßtreffer in Führung.

Unter dem Motto "Vom Winde verweht" stand der Auswärtsdreier von Aufsteiger SG Oberzell/Züntersbach im Petersberger Waidesgrundstadion. Beim unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, RSV Petersberg, siegte das Team aus dem Sinntal nach einem Raketenstart mit 2:1 (2:0) und hat sich damit eine sehr gute Ausgangsposition für das letzte Saisondrittel verschafft.

"Durch den starken Wind waren es sehr schwierige Bedingungen, fast schon irregulär", befand Gäste-Pressewart Robert Baier, der dem RSV eine klare optische Überlegenheit attestierte: "Die hatten vielleicht
70 Prozent Ballbesitz. Petersberg hatte auch ein paar Chancen. Die waren aber nicht so richtig zwingend. Die beste war noch ein Schuss, der etwa zehn Minuten vor Schluss knapp übers Tor ging." Das eigene Team sah er vornehmlich in die Defensive gedrängt: "Das war eine richtige Abwehrschlacht. Entlastung hat es für die Abwehr nur selten gegeben."

Auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz fanden sich die Mannen von Trainer Frank Kühlthau sofort bestens zurecht. Einen Freistoß hämmerte Nico Lingelbach nach vier Minuten aus gut 18 Metern in den Winkel - für Lingelbach Torpremiere in dieser Spielzeit. Nur drei Minuten später legte Simon Ankert nach, als ihm nach einem Lingelbach-Eckstoß über den "Umweg" Tobias Manz (Kopfball) und RSV-Keeper Timo Goldbach
(Parade) der Ball im RSV-Strafraum unerwartet vor die Füße fiel, er die Lücke fand und seinen neunten Saisontreffer anbringen konnte.

Petersberg benötigte einige Zeit, um sich von diesem Doppelschlag zu erholen. Mit zunehmender Spieldauer gewannen die Krawczyk-Schützlinge jedoch ein optisches Übergewicht, ohne aber wie von Robert Baier bereits analysiert echte Torgefahr ausstrahlen zu können. Oberzell indes verlagerte sich aufs Kontern, versäumte es jedoch, den womöglich vorentscheidenden dritten Nadelstich zu setzen. Nach den beiden schnellen Toren herrschte Flaute im Angriff.

Daher blieben Petersberg nach dem Wechsel noch 45 Minuten Zeit, das Ergebnis in die vom RSV gern gesehene Bahn zu lenken. Als Lingelbach Boris Aschenbrücker zehn Minuten nach Wiederanpfiff im Gästestrafraum regelwidrig zu Fall brachte und Kubilay Kücükler sicher zum Anschlusstreffer verwandelte, keimte wieder Hoffnung beim einstigen Verbandsligisten auf.

Allerdings agierte der RSV diesmal im Angriff zu harmlos, um der Partie noch eine spielentscheidende Wende zu geben. "Die haben sich hinten reingestellt, und wir haben nix aufs Tor gekriegt. Wir waren einfach zu doof", befand Petersbergs Patrick Stupp. Oberzell hat somit beide Partien (Hinspiel 3:0) gegen den unmittelbaren Kontrahenten für sich entschieden.

Die Statistik:

RSV Petersberg: Goldbach; Tranchina, Ströder, Kücükler (75. Ickler), Bleuel, Wittke, Aschenbrücker, von Pazatka-Lipinski, Stupp, Stenger, Lindinger (46. Müller).
SG Oberzell/Züntersbach: R. Dorn; P. Föller, K. Föller, Statt (78. J. Ankert), N. Dorn (46. V. Ankert), Müller, Manz, S. Ankert, Heil, Lingelbach, Münch (67. Eichholz).
Schiedsrichter: Denis Krones (SG Wehretal).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Nico Lingelbach (4.), 0:2 Simon Ankert (7.), 1:2 Kubilay Kücükler (56., Foulelfmeter).
Gelb-Rote Karte: Adrian Bleuel wegen wiederholtem Foulspiel (Petersberg, 90.). / rd

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