11.10.2018

"Packen das nur gemeinsam"

Hessenliga: Happ tritt Gerüchten entgegen

Frank Happ (mit Brille) und der Fliedener Vorstand stehen hinter Trainer Meik Voll. Foto: Charlie Rolff

Stürmische Zeiten am Weiher: Nun schon acht Spiele lang wartet der SV Flieden auf ein Erfolgserlebnis – und die Duelle gegen Kontrahenten auf Augenhöhe sind erst einmal vorbei. Vor dem Heimspiel am Samstag (15 Uhr) rückt man bei den Buchonen deshalb noch enger zusammen.

Sämtlichen Gerüchten, dass in Flieden ein Trainerwechsel bevorsteht, tritt Vize-Vorstand Frank Happ entschieden entgegen: „Aufgrund der sportlichen Situation, die ja jeder anhand der Tabelle klar und deutlich ablesen kann, macht sich derzeit jeder im Verein Gedanken, in welcher Form er helfen kann, da holen wir natürlich auch die Spieler ins Boot.“

Unter der Woche hat es zwar eine Sitzung bei den Buchonen gegeben, wo die Frage nach der Personalie Meik Voll aber überhaupt nicht aufgekommen sei. Happ betont, auch in Anbetracht der schwere nächsten Wochen mit Partien gegen Hadamar, die Barockstadt, Waldgirmes und Hessen Kassel, „dass wir die Situation nur gemeinsam stemmen können.“ Dem Zweiten Vorsitzenden fällt es indes schwer, der Mannschaft die nötige Qualität abzusprechen: „Das wollen uns ja viele von außen einreden. Aber die Spiele gegen Gießen, Baunatal und Alzenau haben bei mir ein ganz anderes Bild hinterlassen. Wir sind ununterbrochen dran, Ursachenforschung zu betreiben. Vielleicht haben wir ja bis zum Hadamar-Spiel schon den wunden Punkt gefunden.“

Vielleicht trifft es sich am Samstag sogar ganz gut, dass die Buchonia mit Hadamar einen Gegner erwartet, der die Liga zuletzt mächtig aufgemischt hat und gegen den kein Druck besteht: Nach fünf sieglosen Spielen zum Start haben die Fürstenstadt aus den vergangenen sechs Spielen 16 von 18 möglichen Zählern ergattert und sich bis auf Rang fünf vorgearbeitet. Zudem reist man Ende Oktober zum Hessenpokal-Viertelfinale zum KSV Baunatal und hofft durch einen Sieg auf ein großes Los.

Maßgeblich für den Aufschwung waren fünf neue Spieler, die der SV Rot-Weiß noch vor Ende der Transferperiode verpflichtet hatte, nachdem eine Verletzungsmisere das Team von Torsten Kierdorf heimgesucht hatte: Neben den Abwehrleuten Mirko Dimter und Florian Kröner hat sich vor allem Yves Böttler zum Leistungsträger aufgeschwungen, dessen Tor vor Wochenfrist nach großen Kampf zum 1:0-Sieg gegen Kassel reichte.

Autor: Christian Halling

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema