Gruppenliga: Großenlüders Moritz Reith

Paradedisziplin: Bälle ins Tor stolpern

13. Oktober 2020, 21:00 Uhr

Großenlüders Moritz Reith (hinten) trifft aktuell wie er will und führt die Torjägerliste der Gruppenliga an. Foto: Christian Halling

Dass Moritz Reith vom SV Großenlüder die Torschützenliste der Gruppenliga anführt, kommt für einige doch überraschend, schließlich traf der Offensivmann in der vergangenen Saison lediglich ein Mal ins Schwarze. Gewohnt humorvoll und bescheiden hat sich der 23-Jährige zu seiner wiedergefundenen Stärke vor dem Tor geäußert.

11 Tore in der Spielzeit 2016/17, 15 in 2017/18, und 9 in 2018/19 zeigen, welche Qualitäten der Großenlüderer vor dem Tor besitzt. In der zurückliegenden „Corona-Saison“ hatte der 23-Jährige jedoch Ladehemmungen und traf lediglich gegen seinen Ex-Verein Petersberg. „Die Chancen, die ich vergangenes Jahr vergeben habe, stolpere ich eben jetzt rein“, scherzt der Student, der bereits bei acht Treffern steht und seine persönliche Bestmarke von 2017/18 toppen kann. „Darum geht es mir aber nicht. Wenn ich nicht treffe und wir gewinnen, ist das besser als andersherum“, betont Reith und verweist auf die bittere Niederlage gegen Primus Hosenfeld. „Von dem Tor in der Partie kann ich mir nichts kaufen, da wir am Ende mit leeren Händen dastanden.“

Aktuell profitiere Reith zudem von seinen Mitspielern, die ihm das Toreschießen leicht machen. „Es ist jetzt nicht so, dass ich mords die spektakulären Buden mache“, verdeutlicht der Rechtsaußen, der oftmals mit Diagonalpässen gefüttert wird. Dass seine Mannschaft abhängig von seinen Toren – Reith ist für die Hälfte der Großenlüderer Treffer verantwortlich – verneint der Offensivmann indes. „Wenn ich nicht dastehen würde und das Leder einschiebe, würde es jemand anders machen.“ Fakt ist allerdings, dass der 23-Jährige Fabian Lehmann etwas in Vergessenheit geschossen hat. Der Top-Stürmer der Teutonia kam bisher nur zu zwei Einsätzen und laboriert immer noch an einer Verletzung. Er wird aktuell von Niklas Wese und Timo Zimmermann im Sturmzentrum ersetzt.

Mit dem Start gibt sich der Goalgetter insgesamt zufrieden und hat die teils vermeidbaren Punktverluste gegen Müs (2:2), Hosenfeld (1:2), Elters (2:2) und Schlüchtern (1:4) bereits abgehakt. „Generell ist es etwas komisch. Sonntags haben wir noch kein Spiel verloren und freitags noch keins gewonnen“, blickt der 23-Jährige auf die drei Partien an einem Freitag zurück. „Es kommt also nicht auf die Form, sondern auf den Tag an“, gibt Reith lachend zu Protokoll. Da die nächste Begegnung gegen FT Fulda an einem Sonntag stattfindet, ist der Student guter Dinge. „Spaß beiseite. Natürlich wissen wir, welche Qualität die Turner besitzen. Dennoch müssen wir uns auf keinen Fall verstecken.“ Generell sei es das Ziel, so schnell wie möglich den Klassenerhalt fix zumachen. „Da es wahrscheinlich sechs Absteiger geben wird, kann sich das in dieser Spielzeit sehr lange ziehen“, weiß auch Reith.

Die 10 besten Torschützen der Gruppenliga

Moritz Reith (Großenlüder): 8 Tore
Jannik Beikirch (Freiensteinau): 8 Tore
Julian Ankert (Oberzell/Züntersbach): 7 Tore
Lars Jordan (Schlüchtern): 6 Tore
Ivan Lovakovic (Hünfeld II): 5 Tore
Benedikt Kreß (Gundhelm/Hutten): 5 Tore
Jannes Ehresmann (Petersberg): 5 Tore
Jan-Henrik Wolf (FT Fulda): 4 Tore
Marian Weber (Bronnzell): 4 Tore
Askin Savran (Horas): 4 Tore

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