Gruppenliga: SV Müs

Pause kommt nicht zur Unzeit

09. November 2020, 09:00 Uhr

Denis Erovic (schwarz, hier gegen den Hosenfelder Andre Gajic) wird auch in der Spielzeit 2021/22 Trainer des SV Müs sein. Foto: Kevin Kremer

Denis Erovic und Gruppenligist SV Müs: das passt! Vorzeitig hat die Germania mit seinem 31-jährigen Spielertrainer verlängert – trotz zuletzt sechs sieglosen Spielen, die nicht von ungefähr kommen. Das Verletzungspech hat sich in Müs verbreitet.

Auf die Frage, wo denn aktuell der Schuh drückt, holt der Trainer weit aus. Er betont, dass der Kader eine „super Qualität“ besitzt und bereits in der Vorsaison gezeigt habe, dass dieser über Gruppenliganiveau verfüge. Nach Quotientenregel belegte die Germania einen starken neunten Platz und erkämpfte sich in 18 Begegnungen 25 Punkte. Der SV Müs hielt daraufhin das erste Mal in der Vereinsgeschichte in der Gruppenliga die Klasse. Natürlich stieg 2019/20 keine Mannschaft ab, im Fall der Fälle hätte es der Club aber aus eigener Kraft geschafft, ist sich Erovic sicher.

Den Schwung nahmen die Müser mit in die neue Spielzeit, holten zehn Punkte aus den ersten fünf Spielen. „In dieser Phase haben wir bewiesen, dass die Qualität in der Mannschaft vorhanden ist“, blickt der Ex-Lauterbacher zurück. Dann aber kehrte das Verletzungspech in Müs ein und die Akteure Mohammed Sharif, Tim Emrulla, Dzejlan Salkovic und Erovic selbst verletzten sich fast zeitgleich. „Das sind alles Offensivkräfte, die nur schwer zu ersetzen sind“, betont der 31-Jährige. Aus der Not heraus musste sogar Innenverteidiger Dennis Möller gegen Horas im Sturm auflaufen. Das Fazit: kein Sieg aus den vergangenen sechs Spielen und Platz 13 – lediglich ein Punkt über dem Strich.

„Es hört sich blöd an, ist aber so. Die coronabedingte Pause kommt für uns auf keinen Fall zur Unzeit. Jetzt können wir regenerieren und Wunden lecken“, verdeutlicht der Trainer. Dass seine eigene Verlängerung gerade jetzt vollzogen wurde, wundert den 31-Jährigen nicht. „Ich bin mit dem Vorstandsteam im ständigen Austausch. Es hat sich bereits vorher angedeutet, dass wir zusammen weitermachen wollen.“ Da durch die Pause Zeit für Gespräche war, machten alle Beteiligten schnell Nägel mit Köpfen. Neben Erovic verlängert auch der 42-jährige Co-Trainer Kenan Duran. Der sehr erfahrene Akteur mit viel Fachwissen passe menschlich perfekt in die Mannschaft. „Kenan nimmt mir viel Last von den Schultern und ist eine große Stütze“, ist der 31-Jährige voll des Lobes. Grund: Wenn der Ex-Lauterbacher selber auf dem Feld stehe sei das Coachen sehr schwer. Diesen Part übernimmt dann Duran.

Für Erovic wäre die Spielzeit 2021/22 die dritte als Trainer und die sechste als Spieler in Müs. Denis Erovic und Gruppenligist SV Müs: das passt! „Ich habe nur positive Erinnerungen an den Verein, kenne das Umfeld und die Spieler bestens“, blickt er auf seine Rückkehr 2018 zurück. Ein Jahr später übernahm er das Amt von Marc Friedel und arbeitete sich zum Gruppenligatrainer hoch. Seine erste Trainerstation war der VfL Lauterbach, mit dem er den Durchmarsch von der B-Liga bis in die Kreisoberliga schaffte. Auf seinem Werdegang habe er vor allem viel von seinen Ex-Trainern Sedat Gören und Marc Friedel mitgenommen. Zudem habe er sich in den vergangenen Jahren als Trainer weiterentwickelt. „Nichtsdestotrotz habe ich natürlich meinen eigenen Fußballgedanken und möchte meine Handschrift in Müs hinterlassen.“

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