17.01.2019

Personell aufgefrischt ins Jubiläumsjahr

Drei Neue für Schneiders Truppe

Der TV Braach darf sich über drei Neue freuen. Foto: Henner Schmidt

Der TV Braach ist so etwas wie das Überraschungsteam der A-Liga Hersfeld/Rotenburg. Die Mannschaft aus den Top sechs, die nie zu den Aufstiegsfavoriten gezählt wird und mit nur drei Punkten Rückstand auf Platz zwei dennoch beste Chancen auf die Relegation besitzt – ausgerechnet im Jahr des 100-Jährigen. Und Lars Schneiders Truppe hat personell noch einmal nachgelegt.

Bereits seit Oktober ist mit Hovic Casspar ein ehemaliger syrischer Erstligaspieler dabei, der die Vakanz im Sturm beheben soll. „Mit seiner Geschwindigkeit und seinem Dribbling wird er uns weiterhelfen. Von der Veranlagung her ist er eine Rakete“, sagt Schneider über den 23-jährigen Maschinenbaustudenten, der ein Cousin von Reservespieler Garod Khajo ist und auch deswegen ausgerechnet in Braach gelandet ist. Zwei Tore steuerte er schon bei und begeisterte zuletzt bei den Futsal-Kreismeisterschaften in Bebra.

Schneiders Hartnäckigkeit hat sich bei Stefan Gunkel ausgezahlt. „Seit er nicht mehr gespielt hat, habe ich ihn versucht von Braach zu überzeugen – und jetzt hat es endlich geklappt“, erklärt Schneider das Engagement des zentralen Mittelfeldspielers, mit dem Schneider gemeinsam für Rotenburg spielte. Gunkel lief zuletzt 2016 für die Rotenburger Reserve auf, nun ist der 30-Jährige in Braach gelandet und soll eine gewichtige Rolle in der Zentrale spielen. Gunkel kam bereits im letzten Spiel des Jahres zum Einsatz und bereitete sogleich ein Tor vor.

"Relegation wäre tolle Sache"

Ein echter Braacher ist der dritte Neue: Jan Burmann wird mit doppeltem Spielrecht ausgestattet ab März sowohl für Braach als auch für den A-Junioren-Gruppenligisten JSG Wildeck auflaufen. Der 17-Jährige spielt als Innenverteidiger des Gruppenliga-Spitzenreiters eine gewichtige Rolle und soll ab März, dann volljährig, auch in Braach für noch mehr Stabilität sorgen. Er wie auch Casspar sind für Schneider wichtige Transfers für die zukünftige Ausrichtung: „Wir müssen schauen, dass wir nicht zu alt werden und da stehen uns solche Spieler natürlich hervorragend zu Gesicht, wobei ich mich natürlich auch riesig auf Stefan freue, der uns kurz- und mittelfristig weiterhelfen wird.“

Wenn Schneider die bisherige Runde Revue passieren lässt, ist er zwangsläufig zufrieden: „Ich habe schon öfters gesagt, dass wir uns in der A-Liga sehr gut aufgehoben fühlen. Dass wir nun zu einer gestanden A-Liga-Mannschaft gereift sind, die den Blick nach oben richten kann, ist eine tolle Geschichte für den Verein.“ Aufstiegsträumereien gibt sich Schneider zwar nicht hin, strebt aber dennoch nach dem maximalen Erfolg: „So eine Relegation zu spielen wäre eine tolle Sache. Und ich bin mir auch sicher, dass meine Mannschaft das Zeug hat, die KOL zu halten. Doch Fakt ist, dass es schwerer ist, dahin aufzusteigen als letztlich die Liga zu halten.“

Autor: Johannes Götze

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