13.03.2018

Personalnot: SVA Bad Hersfeld trainiert mit Haunetal

Ullrich hofft, dass sein Team in allen Spielen antreten kann

Wohin führt Frank Ullrichs Blick? Archivfoto: Friedhelm Eyert

Langsam, aber sicher scheinen beim SVA Bad Hersfeld die Lichter auszugehen. Bei der jüngsten 1:3-Niederlage gegen den TSV Künzell war die personelle Lage beim Gruppenligisten so prekär, dass die Mannschaft von Coach Frank Ullrich lediglich die beiden Co-Trainer Marco Busalt und Tobias Grimmer als Feldspieler auf der Bank hatte. Die Not ist sogar so groß, dass die Festspielstädter gemeinsam mit Nord-Kreisoberligist SG Haunetal trainieren.

Überhaupt stehen Ullrich nur noch 15 Spieler zu Verfügung – darunter die beiden Torhüter Andreas Welle und Mehmet Ali Mercimek. „Der Kader ist im Laufe der Hinrunde aus den verschiedensten Gründen immer kleiner geworden. Immerhin können wir darauf hoffen, dass mit Sven Wrzos und Dominik Dratwa (beide Knieprobleme, Anm. d. Red.) zwei Langzeitverletzte im Laufe der Restrunde noch zurückkehren“, sagt Ullrich.

Da am Wochenende mit Tim Ullrich (Grippe) und Alexander Ebinger (Wadenprobleme) zwei weitere Spieler ausfielen, habe sich die Mannschaft von alleine aufgestellt. „Personell wird die Situation wohl nicht mehr außergewöhnlich besser. Ich hoffe, dass wir nicht in die Bredouille kommen und ein Spiel wegen Personalnot absagen müssen.“ Denn da der ältere A-Jugend-Jahrgang des JFV Bad Hersfeld sich dem JFV Aulatal angeschlossen hat und keine zweite Mannschaft mehr zur Verfügung steht, besteht für Ullrich keinerlei Möglichkeit weitere Spieler zu aktivieren.

„Betrachtet man die Umstände, dann musst du kein Prophet sein, um die Ergebnisse zu prognostizieren“, weiß der SVA-Trainer, der von einem geregelten Trainingsbetrieb gar nicht erst reden möchte. „Von unseren 15 Spielern sind bestimmt 10 Jungs Studenten. Das ist alles unbefriedigend. Deswegen trainieren wir gemeinsam mit der SG Haunetal, um überhaupt etwas anzubieten.“

Dennoch fordert Ullrich: „Wir müssen das Beste aus der Situation machen, zumal wir im Kampf um den Klassenerhalt noch alle Möglichkeiten haben. Ein Fünkchen Hoffnung besteht noch“, sagt Ullrich, der mit der 1:3-Niederlage gegen Künzell am Wochenende leben konnte. „Weil wir kein Schiffbruch erlitten haben und das Spiel vernünftig über die Bühne gebracht haben. Wir hätten nach dem 1:2-Anschlusstreffer sogar den Ausgleich erzielen können, aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen.“

Autor: Max Lesser

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