15.11.2018

Radic: "Es wird Überraschungen geben"

Hessenliga: Zum Debüt eine Partie mit Endspielcharakter

Zlatko Radic wird in Allendorf erstmals für Flieden an der Seitenlinie stehen. Foto: Charlie Rolff

Ausgerechnet eine Partie mit Endspielcharakter ist für das Debüt von Zlatko Radic als Hessenliga-Trainer des SV Buchonia Flieden vorgesehen. Denn am Samstag (14.30 Uhr) ist der Tabellenvorletzte zu Gast bei Schlusslicht FC Ederbergland in Allendorf.

Während Ederbergland die vergangenen acht Spiele allesamt verloren hat, holte Flieden im gleichen Zeitraum genau einen Zähler. Dennoch ist der Eindruck von Neu-Coach Radic nach acht Trainingseinheiten ein sehr guter: „Du merkst keine Verunsicherung in der Mannschaft. Die Jungs wollen den Negativtrend stoppen“, betont der 49-Jährige, der im Training eine engagierte Mannschaft kennengelernt hat. „Das Spiel gegen Ederbergland ist äußerst wichtig, wir wollen unbedingt gewinnen. Ederbergland wird aber genauso denken wie wir.“

Und der FCE gehört nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Buchonen: Fünfmal in Folge konnte Flieden das direkte Duell nicht gewinnen. Radic hat sich die Mannschaft am vergangenen Wochenende beim Auswärtsspiel in Kassel angesehen und war durchaus angetan vom Tabellenletzten. „60 Minuten lang haben sie guten Fußball gespielt. In so einem Spiel muss die Einstellung stimmen“, fordert der neue Coach.

Im Hinspiel gelang Ederbergland einer von zwei Saisonsiegen, 2:1 hieß es am Ende. Die Fliedener wurden quasi mit ihren eigenen Waffen geschlagen: Ederbergland verteidigte tief, präsentierte sich zweikampfstark und schaltete gut um. Ein Spielstil, der über Jahre erfolgreich im Königreich praktiziert wurde, nun aber der Vergangenheit angehören könnte. „Wir haben mehrere Systeme und Konzepte geübt, die so vorher noch nicht gespielt worden. Ich hoffe, dass die Automatismen schnell eintreten“, betont Radic, der komplett bei Null anfangen möchte.

Da trifft es sich gut, dass Marc Röhrig und Keeper Lukas Hohmann ihre Verletzungen auskuriert haben und bei den Feldspielern nur Sebastian Pfeiffer aufgrund von Adduktorenproblemen fraglich ist. „Bei mir gibt es keine Stammplätze. Es wird Überraschungen geben“, kündigt der ehemalige Coach der SG Edelzell/Engelhelms an, verrät aber schon einmal, dass sein Team sicher zur Viererkette zurückkehren wird. Radic ist vor seinem Debüt jedenfalls zuversichtlich: „Wenn die Mannschaft umsetzt, was sie im Training gezeigt hat, werden wir vor der Winterpause noch ein paar Punkte holen.“ Am liebsten schon in Ederbergland.

Autor: Steffen Kollmann

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