FSV und Kickers siegen

Regionalliga: „Glaube nicht, dass gespielt wird“

02. November 2020, 12:00 Uhr

Frankfurts Ahmed Azaouagh traf am Wochenende zum 2:0 gegen Pirmasens. Foto: Charlie Rolff

Im Vergleich zu den Hessen- bis C-Ligisten rollte am vergangenen Wochenende in der Regionalliga Südwest der Ball. Und das sogar sehr erfolgreich für den FSV Frankfurt und die Kickers aus Offenbach. Die Frage, wie es weitergeht, überschattete allerdings das gesamte Wochenende.

Amateur- oder Profisport? Diese Frage stellt sich aktuell die Regionalliga Südwest, da die Antwort über die Fortsetzung oder Aussetzung der aktuellen Spielzeit entscheidet. Die Antwort auf diese Frage müssen die Ministerien der Bundesländer, aus denen Mannschaften vertreten sind, geben. Wie die Liga auf ihrer Website erklärt, liegen allerdings noch nicht alle Rückmeldungen vor, weshalb der 13. Spieltag, der bereits am kommenden Dienstag und Mittwoch stattfinden sollte, vorsorglich abgesetzt wurde. Mit einer Entscheidung über die Zukunft der Regionalliga Südwest wird noch in dieser Woche gerechnet.

Im Heimspiel des FSV Frankfurt, das trotz Chancenarmut in der ersten Halbzeit am Ende souverän mit 3:0 (1:0) gewonnen wurde, äußerte sich Geschäftsführer Patrick Spengler gegenüber dem Hessischen Rundfunk bezüglich der Ungewissheit in der Regionalliga. So könne sich der 40-Jährige nicht vorstellen, dass die Bundesländer in kürzester Zeit entscheiden, dass alle Vereine im Profibereich anzusiedeln seien. „Von daher ist es schwierig zu sagen, wie es weitergeht. Ich glaube aber nicht daran, dass im November gespielt wird.“ Zum Thema möglicher Geisterspiele erklärt Spengler, dass man nicht alles um jeden Preis erzwingen sollte, da Geisterspiele auch ein wirtschaftlicher Faktor seien.

Rein sportlich sorgte der KSV Hessen Kassel für das Highlight des Wochenendes, der sich ein Neun-Tore-Spektakel lieferte und in letzter Sekunde einen umstrittenen Foulelfmeter gegen den Bahlinger SC hinnehmen musste. Ausgerechnet Ex-Löwe Hasan Pepic verwandelte zum entscheidenden 5:4 (3:2). Vor 460 Zuschauern bewiesen die Kassler dabei viel Moral, schließlich holte die Mannschaft um Trainer Tobias Damm drei Rückstände auf.

Bereits am Freitag spielten die Kickers aus Offenbach, die souverän mit 4:0 (3:0) gegen Schott Mainz gewannen und den fünften Tabellenplatz behaupteten. Spielentscheidend war der Doppelschlag von Mathias Fetsch (12., 18.), da Schott Mainz erst in der zweiten Halbzeit aufwachte, aber nichts Zählbares mehr auf die Anzeige brachte. „Wir haben in der ersten Halbzeit viel richtig gemacht und waren drückend überlegen“, verdeutlicht Coach Angelo Barletta gegenüber dem Kicker. Zwar bemängelte der 43-Jährige „ein paar Lässigkeiten“ in der zweiten Halbzeit, unter dem Strich sei der Trainer aber sehr zufrieden.

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