09.11.2018

Reinhard würde ein OFC-Angebot annehmen

Gruppenliga: Rhönderby in Eckweisbach / Hasenauer-Comeback?

Der Elterser Moritz Reinhard (links) will in seinem womöglich letzten Spiel für die Dreier-SG unbedingt noch einmal Robert Schorsteins Ehrenberger schlagen. Foto: Charlie Rolff

Der letzte offizielle Spieltag der Gruppenliga im Jahr 2018 hat es noch einmal in sich: In den Blickpunkt rückt der Rhön-Kracher in Eckweisbach. Aber auch bei den Abstiegsduellen in Petersberg und Rothemann sowie bei den Derbys in Hosenfeld und Schlüchtern ist ordentlich Zündstoff geboten.

SG Elters/Eckweisbach/Schwarbach – SG Ehrenberg (Samstag, 14.30 Uhr).

Die Aussage vom Elterser Torjäger Moritz Reinhard steht vor dem Rhönderby, das übrigens in Eckweisbach ausgetragen wird, stellvertretend. „Wir sind mega heiß auf dieses Spiel. Alle freuen sich darauf, denn es ist das einzige echte Derby“, so der Stürmer, der sich vor allem eines wünscht: „Das wir endlich mal gegen Ehrenberg gewinnen. Bisher hat das leider noch nie geklappt.“ Dass die Dreier-SG so weit vorne zu finden ist, das überrascht Reinhard nicht völlig. „Das es für so weit vorne langt, das vielleicht schon. Aber wir haben auch vergangene Saison schon viele gute Spiele gemacht, waren aber noch ein bisschen zu grün hinter den Ohren. Das hat sich jetzt geändert: Mit Jonah Haas und Samuel Neubauer sind wir noch breiter aufgestellt.“ Was seinen möglichen Wechsel zu Regionalligist Kickers Offenbach angeht, kann der 23-Jährige noch keinen neuen Stand vermelden. „Für mich persönlich wäre das eine super Sache und wenn wirklich ein Angebot kommt, dann könnte ich das wahrscheinlich auch nicht ablehnen. Noch aber ist überhaupt nichts spruchreif“, so Reinhard.

TSV Künzell – SG Festspielstadt (Samstag, 14.30 Uhr).

Zu Hause ist Künzell seit 384 Minuten ohne Gegentor. Zuletzt traf der Ehrenberger Niklas Bleuel per Elfmeter als Gast an den Tannen. Das war Mitte September. Die Festspielstadt verlor vier ihrer vergangenen fünf Spiele.

RSV Petersberg – SG Kerzell (Samstag, 14.30 Uhr).

Nach drei Siegen in Serie (alle auswärts) ist die Helvetia vor dem letzten Spiel des Jahres obenauf. „Wenn wir noch einen Dreier nachlegen könnten, dann wäre das Kalenderjahr 2018 top gelaufen mit dem Klassenerhalt und dann 23 Punkten bis zur Winterpause“, freut sich Kerzells Coach Michael Jäger über die jüngste Entwicklung. Das die Kerzeller traditionell schwach starten und erst im Laufe der Saison immer besser in Fahrt kommen, das hat fast schon Tradition. „Weil wir auch diesmal wieder eine schlechte Vorbereitung hatten. Jetzt haben wir endlich dreimal nacheinander die gleichen 13, 14 Leute zur Verfügung gehabt und müssen nicht mehr dauernd mehrfach umstellen“, erklärt Jäger, der ein offenes, offensiv geführtes Spiel erwartet. „Das wird besser als das schwache Hinspiel. Wir wollen gut stehen und dann schnell umschalten“, so sein Ziel.

SG Schlüchtern/Elm – SG Bad Soden (Samstag, 14.30 Uhr).

Mit einem 1:11 im Hinspiel ist Schlüchtern in die Saison gestartet. „Da wird jetzt von außen vielleicht auch ein bisschen was hinein interpretiert: Ich sehe das jedenfalls nicht als ein besonderes Spiel an, denn Soden hat ganz andere Ansprüche als wir“, sagt Heim-Trainer Bardo Hirsch, der wieder auf Marco Schlichtung zurückgreifen kann.

FSV Thalau – SG Oberzell/Züntersbach (Samstag, 14.30 Uhr).

„Von diesem Spiel hängt einiges ab, denn mit einem Sieg würden uns die Konkurrenten um Platz zwei nicht davon eilen“, weiß FSV-Coach Jörg Meinhardt, der auf Christoph Bohl (Oberschenkelzerrung) verzichten muss, dafür wohl aber wieder auf Routinier Sebastian Kress zurückgreifen kann. „Wenn wir gewinnen würden, dann wäre das ganz wichtig für die Vorbereitung nach der Winterpause, denn dann hätten wir echte Ziele und könnten mit einer ganz anderen Motivation an die Sache herangehen“, schaut Meinhardt voraus.

FT Fulda – SG Bronnzell (Samstag, 16 Uhr).

„Der Sieg gegen die SGFestspielstadt war extrem wichtig für uns. Bei allen rund um die Mannschaft war die Erleichterung spürbar“, pustete Bronnzells Trainer Stefan Dresel nach dem 2:1 vom letzten Sonntag durch. „Für uns stehen ja noch zwei Spiele an – bei FTund gegen Rothemann. Wir würden schon ganz gerne die Maximalpunktzahl einfahren, denn die ganze Situation im Keller ist ja sowieso schon total eng“, weiß der Viktoria-Coach, der froh ist, dass Mario Simonovski aushilft. „Er gibt unserer Abwehr die nötige Stabilität.“ Auch Jens Keim hat die Feierlichkeiten anlässlich seines 40. Geburtstag heil überstanden und steht diesmal wieder zur Verfügung.

TSV Rothemann – SG Schlitzerland (Sonntag, 14.30 Uhr).

Das Kellerduell zwischen dem Letzten und dem Vorletzten sieht die Gäste in der Pflicht, denn im Gegensatz zu Rothemann befindet sich Schlitzerland noch mittendrin im Abstiegskampf. Allerdings hat auch die Elf von Simon Grosch von den letzten 13 Spielen nur eines gewonnen.

Spvgg. Hosenfeld – SV Großenlüder (Sonntag, 14.30 Uhr).

Mit sieben Punkten aus drei Spielen hat sich die Teutonia unter dem Interimstrainer Sascha Hasenauer etwas befreit. „Schade, dass wir in Petersberg beim 1:1 noch so ein spätes Gegentor gefangen haben. Wobei das Ergebnis letztlich schon so verdient war“, erklärt Hasenauer, der sich auf das Derby freut. Besonders viel Feuer erwartet er aber nicht. „Wir begegnen uns ja seit Jahren regelmäßig. Klar gibt es eine gewisse Rivalität, aber letztlich verstehen wir uns untereinander bestens.“ Das große Plus für den aktuell guten Lauf sieht Hasenauer darin, „dass wir in der Abwehr wieder richtig gut stehen und mit unseren schnellen Leuten wie Lehmann, Wese oder Reith nach vorne ordentlich Qualität haben.“ Übrigens: Es scheint durchaus möglich, dass Hasenauer erstmals seit Ende September selbst wieder fit ist und auflaufen kann. / kr

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