Verbandsliga: Einzig Thalau zu Hause

Relaxed zum Angriff auf weitere Punkte

16. September 2020, 06:55 Uhr

Philipp Mötzung (links) und Markus Herber wollen den ersten Heimsieg mit dem FSV Thalau erzwingen. Foto: Charlie Rolff

Das Wochenende ist gerade erst vorbei, und schon stehen die nächsten Partien in der Verbandsliga an. Für einen Großteil der osthessischen Mannschaften geht es in der englischen Woche auf Reise, einzig der FSV Thalau darf Heimrecht genießen.

Drei Tage ist der erste Verbandsligasieg des FSV gerade einmal her. Entsprechend wurde das 2:1 in Eichenzell ausgiebig gefeiert, wie Trainer Meik Voll durch die Blume berichtet: „Das haben sich die Jungs verdient. Sie sind fleißig, haben aber in den vergangenen Wochen viele negative Erlebnisse erfahren. Ich habe dann extra zwei Tage freigegeben. Sie sollten sich ausgiebig pflegen lassen. Wir sehen uns also heute zum Spiel erst wieder.“ Die Steine, die gepurzelt sind, waren bei dem 45-Jährige selbst nicht allzu groß. Voll gibt vielmehr zu, dass er „so relaxed ist wie selten zuvor“. Ihn überrasche es selbst, dass er die Situation so ruhig annehme. Emotionslos sei er aber deshalb nicht: „Wir alle im Verein wissen um die Gesamtsituation. Wir wollen Woche für Woche eine Mannschaft stellen, die konkurrenzfähig ist. Sicherlich wird es Niederlagen geben, in denen wir Lehrgeld zahlen werden. Doch wir haben den Glauben an die Jungs.“

Mit jenem Glauben soll nun heute (18 Uhr) der erste Heimsieg auf Verbandsebene gefeiert werden. Gründlich etwas dagegen hat der FSV Dörnberg, die laut Voll sehr unbequem zu bespielen sind. "Reichlich Erfahrung" attestiert er ihnen, mit Pascal Kemper habe der kommende Gast zudem einen Goalgetter in den Reihen. "Allerdings verfolgen sie die gleichen Ziele wie wir. Und so ehrlich müssen wir sein: Punkte gegen den Klassenerhalt müssen vor allem in den Heimspiel gelingen", weiß Voll. Die Rotationsmaschine muss er anwerfen, der schmale Kader muss durch die Ausfälle von Konstantin Weigel, Marcel Martinez, Nikolas Leinweber, Sebastian Wasserka und Sebastian Schmidt mit Akteuren aus der Reserve aufgebessert werden.

Immerhin wieder mit von der Partie – wie bereits gegen Eichenzell – ist Florian Storch. Der 28-Jährige ist ohne Frage der Taktgeber im Offensivspiel. "Unser Herzstück", verrät Voll und schiebt an, "dass Flo ein elementar wichtiger Mann für unsere Spielgestaltung ist. Jeder im Team weiß, welche Rolle er einnimmt." Ohne den Linksfuß ging dem FSV zuletzt die Durchschlagskraft nach vorne hin ab.

Auswärtsüberraschungen?

Die verbliebenen Osthessen sitzen derweil frühzeitig im Auto, denn Auswärtsspiele stehen für die Barockstadt-Reserve, Eichenzell, Johannesberg und Ehrenberg an. Und bis auf Ausnahme der Hessenliga-Reserve nehmen die hiesigen Teams die Außenseiterrolle ein. War noch davon auszugehen, dass Sand gegen Johannesberg ein Spitzenspiel werden könnte, ist bei der Mannschafts aus Fuldas Westen mittlerweile Ernüchterung nach dem Saisonstart eingekehrt. Sand hingegen grüßt von der Tabellenspitze. Ebenfalls nur geringe Chancen auf einen Punktgewinn widmet man der SG Ehrenberg in Weidenhausen, schließlich verlief das Wochenende bei beiden Teams höchst unterschiedlich. Die SGE verlor 0:5, Weidenhausen siegte 5:0. Aufpassen müssen die Rhöner auf Dreierpacker Kilian Löffler und Doppelpacker Sören Gonnermann.

Auf Wolke sieben schwebt derweil Barockstadt II, nachdem sie Ehrenberg den erheblichen Schaden zugefügt haben. Ob die SGB auch bei Aufsteiger Gudensberg überraschen? Ganz andere Probleme hat hingegen Trainer Heiko Rützel und die Britannia aus Eichenzell nach der Pleite gegen Thalau. Personell geschwächt muss die Rützel-Elf die Reise nach Kassel antreten. Mut sollte machen, dass in der vergangenen Saison beim CSC 03 ein 5:0-Sieg gelang.

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