08.11.2018

Richtungsweisende Spiele für Neu-Isenburg

Hessenliga: Hoffmann hakt 0:9 in Hadamar ab

Peter Hoffmann durchlebt aktuell als Trainer bei der Spvgg. 03 Neu-Isenburg schwierige Zeiten. Foto: Charlie Rolff

Der Oktober war für Hessenligist Spvgg. 03 Neu-Isenburg alles andere als ein goldener Monat. Zwar begann der Herbst für die Hugenottenstädter mit dem 5:3-Heimsieg gegen den VfB Ginsheim und dem 1:1 beim FV Bad Vilbel vielversprechend, doch danach warfen die 03er drei fatale Niederlagen mit insgesamt 2:16 Toren stark zurück. Absoluter Tiefpunkt: Die mehr als peinliche 0:9-Schlappe bei Rot-Weiß Hadamar.

Beim respektablen 1:1 in Waldgirmes zeigte die Formkurve der Neu-Isenburger wieder leicht nach oben, doch durch die Niederlagenserie steht der Traditionsverein im zweiten Hessenliga-Jahr derzeit in der Abstiegszone. "Das 0:9 in Hadamar war natürlich ein ganz außergewöhnlicher Moment. Da haben wir uns blamiert und es war auch für mich sehr peinlich und traurig. Ein Grund für die hohe Niederlage war, dass einige Spieler nicht so fokussiert wie sonst waren. Wenn Du in der Hessenliga nicht voll konzentriert bist, dann hast Du auch keine Chance", erinnert sich 03-Trainer Peter Hoffmann an eine der schwärzesten Stunden seiner Trainerlaufbahn. Tagelang geisterte die üble Pleite durch die Offenbacher Lokalmedien, der Verein kündigte nach dem Debakel Gespräche und Veränderungen an. Es war davon zu lesen, dass einige Spieler im Kader mit der allgemeinen Situation in Neu-Isenburg unzufrieden seien.

Der Klub stellte sich demonstrativ vor den Trainer, der den Verein in 16 Jahren von der A-Liga bis in die Hessenliga führte. Nach internen Unterredungen verzichtete die Klubführung dann doch auf die zunächst angekündigten personellen Konsequenzen. "Die Sache ist geklärt und ausgeräumt. Es gab konstruktive Gespräche, die zu einem guten Ergebnis führten", merkt der Coach an und hat damit die historische Pleite im Westerwald zu den Akten gelegt. Schon bei der 1:5-Niederlage im Sportpark gegen die SG Barockstadt, als die 03er mit 1:0 führten und es bis in die Schlussphase hinein nur 1:2 stand, waren die Rothemden nahe dran an einem Punktgewinn und wurden letztlich von den Osthessen gnadenlos ausgekontert.

Schweres zweites Hessenliga-Jahr

"Gegen Fulda waren wir ganz gut im Spiel, die Niederlage ist zu hoch ausgefallen", befand Hoffmann. Die letzten drei Spiele vor der Winterpause haben es nun in sich, denn mit den Heimspielen gegen Türk Gücü Friedberg, Schlusslicht FC Ederbergland und der Reise zum Vorletzten Buchonia Flieden warten nun "Teams auf Augenhöhe auf uns. Wir werden hier nicht nervös oder verfallen in Panik. Wir wussten ja, dass das zweite Jahr das schwerere Jahr sein würde", erklärt Hoffmann. Dabei blicken nicht nur die Neu-Isenburger Woche für Woche auf die Resultate der hessischen Vereine in der Regionalliga Südwest.

Stadtallendorf und Dreieich stehen auf Abstiegsplätzen, der FSV Frankfurt nicht sehr weit davon entfernt. "Wir rechnen schon damit, dass wir vier Mannschaften hinter uns lassen müssen", gibt sich Hoffmann keinen Illusionen hin. Voll eingeschlagen hat auf jeden Fall Carlos McCrary. Der aus Dreieich verpflichtete Stürmer markierte in Waldgirmes seinen zehnten Saisontreffer. Der US-Amerikaner ist der größte Hoffnungsträger im Sportpark in Sachen "Mission Klassenerhalt". Dazu wäre ein Heimdreier gegen Aufsteiger Türk Gücü Friedberg fundamental, doch Hoffmann warnt vor den Wetterauern, die zuletzt in Baunatal mit 4:2 siegten: "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, in dem alles passieren kann. Die haben gute Einzelspieler drin."

Autor: Pedro Acebes

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