Hessenpokal: Stimmen zur Auslosung

Rohde: "Besser geht's nicht"

19. Oktober 2020, 19:53 Uhr

Die Freude steht HSV-Abteilungsleiter Mario Rohde ins Gesicht geschrieben. Foto: Ralph Kraus

Nach dem Derbyfrust nun Pokallust im Lager des Hünfelder SV: Der Hessenligist hat am Abend das beste Los im Topf gezogen und darf im Hessenpokal-Achtelfinale Kickers Offenbach empfangen. Die SG Barockstadt trifft ebenfalls auf einen Regionalligisten: den FC Gießen.

„Ich bin bei solchen Auslosungen relativ leidenschaftslos, weil wir es ja ohnehin nehmen müssen, wie es kommt. Aber unterm Strich hätten wir es nicht besser erwischen können“, beschrieb Mario Rohde seine Gemütslage. Der HSV-Abteilungsleiter hatte die Auslosung, die in der Wiesbadener Britta-Arena stattfand, über einen vom Hessischen Fußball-Verband bereitgestellten Livestream verfolgt. Für Rohde ist das Los auch ein Stück weit Genugtuung, schließlich befindet sich der HSV aktuell in der sechsten Englischen Woche am Stück, auch weil die ersten beiden Hessenpokal-Runden in diesen Zeitraum fielen. „In dieser immer noch besonderen Situation haben die Jungs viele Spiele bestreiten müssen und dürfen sich jetzt auf ein wirklich besonderes Spiel freuen.“

Der ruhmreiche OFC, immerhin 1970 DFB-Pokalsieger und früherer Bundesligist, wird dann auch den zuletzt im Kader keine Rolle spielenden Elterser Moritz Reinhard im Gepäck haben. Wann das Spiel über die Bühne gehen wird, ist noch offen. Pokalspielleiter Matthias Bausch hofft, dass die Viertelfinalisten allesamt noch in diesem Jahr in Stein gemeißelt sind. Rohde sieht das mit Blick auf das aktuelle Pandemie-Geschehen noch kritisch. Gelingt dem HSVdie Situation, würde er im Viertelfinale (für Februar/März 2021 geplant) auf Verbandsligist Lichtenau oder Regionalligist Bayern Alzenau treffen.

"OFC hätte ein paar Kilometer früher halten dürfen"

Sebastian Möller, Sportmanager der SG Barockstadt und ausgemachter OFC-Fan, schaute etwas neidisch gen Haunestadt: „Ich persönlich hätte natürlich nichts dagegen gehabt, wenn Offenbach schon ein paar Kilometer früher hätte halten müssen.“ Aber auch mit dem nun gezogenen Los kann Möller gut leben. Auch er sagt, „dass wir es nehmen wie es kommt“. Möller sieht einer Austragung noch in diesem Jahr ebenfalls kritisch entgegen und hofft, „dass wir dem Spiel mit Blick auf das Infektionsgeschehen den passenden Rahmen geben können“. Fakt sei, dass die SG Barockstadt in diesem Spiel ausnahmsweise die Außenseiterrolle einnehmen dürfe und entsprechend befreit aufspielen könne. Allerdings, auch das ist klar, ist für die Fuldaer das Erreichen des Viertelfinals nicht unrealistisch. Dort würde mit hoher Wahrscheinlichkeit Drittligist Wehen-Wiesbaden warten.

Der Hünfelder SV ist der bislang einzige osthessische Club, der den Hessenpokal schon gewann: Gegen Stadtallendorf gelang anno 1963 ein 2:1-Finalsieg. Barockstadts Fusionspartner Borussia Fulda war indes mehrfach nah dran, stand zuletzt 1999 im Finale. Im Gegensatz zu Hünfeld waren die Borussen in der Vereinsgeschichte schon mehrfach im DFB-Pokal vertreten. Dafür qualifiziert sich der Hessenpokal-Sieger.

Die Auslosung:

SO WURDE GELOST

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