22.03.2019

Schad will Schad und Germann beschenken

A-Ligen: In Marbach steigt das Derby

Christopher Schad und die SG Marbach/Dietershan schielen noch auf Rang zwei. Foto: Charlie Rolff

Neue Woche, neues Glück? Nachdem am vergangenen Wochenende erneut beinahe alle Partien gestrichen werden mussten, scharren die A-Liga-Spieler langsam aber sicher mit den Hufen, um endlich in den Pflichtspielbetrieb einsteigen zu können.

A-Liga Fulda:

Zwar in zwei verschiedenen Fußballkreisen beheimatet, aber direkte Nachbarn sind die SG Marbach/Dietershan und die SG Praforst. Marbach darf sich bei sieben Punkten Rückstand und einem Spiel weniger wieder mit Platz zwei auseinandersetzen. Einerseits, weil den Türkischen SV ein Punktabzug wegen fehlender Schiedsrichter ereilt hat und andererseits, weil ausgerechnet Praforst zum Auftakt den „Türken“ ein 3:3 abtrotzen konnte.

Apropos 3:3. So endete auch das Hinspiel zwischen Praforst und Marbach/Dietershan, wobei Sebastian Trapp erst in der siebten Minute der Nachspielzeit per Elfmeter den Ausgleich für die Praforst markierte. „Nicht nur deswegen sollte jeder genug für das Rückspiel motiviert sein“, blickt Christopher Schad voraus. Marbachs Keeper sinnt nicht nur auf Revanche, sondern hat auch die Tabelle im Blick. „Wir möchten so lange wie möglich um Platz zwei mitspielen. Aber nicht nur wir, sondern auch noch einige Mannschaften hinter uns.“ Platz eins, so ist sich der 32-Jährige sicher, sei bereits an den KSV Niesig vergeben.

Schad, der für Eichenzell Gruppenliga spielte und seit Jahren zurück im Heimatverein ist, gehört zur älteren Generation der Spielgemeinschaft und weiß, dass die Zeit für den Sprung in die Kreisoberliga langsam eng wird: „Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass unsere Staffel ihren Reiz hat. Die Qualität ist gut, die Derbys sind nah“, sagt er und gibt noch zwei weitere Motivationspunkte für das Heimspiel am Sonntag in Marbach preis: Sein Bruder Manuel, gleichzeitig Kapitän, wurde am Mittwoch 30. Dazu ereilten Trainer Thomas Germann kürzlich Vaterfreuden. Der Derbysieg sei nun das zweifelsfrei passende Geschenk.

A-Liga Fulda/Rhön:

Noch ging in der Rhöner Staffel kein einziges Spiel über die Bühne. Kann diesmal gespielt werden, steht das Verfolgerduell zwischen Weyhers und Reulbach/Brand im Blickpunkt. Beide Teams liegen fünf Zähler hinter dem Zweiten Welkers zurück. Will heißen: Nur wer in Weyhers das Spiel für sich entscheidet, hält Tuchfühlung, zumal Imal Schersadehs Welkersern mit Thalau II eine lösbare ins Haus steht.

A-Liga Fulda/Lauterbach:

Dass die personelle Lage im Lager der SG Schlitzerland verzwickt ist, wirkt sich nicht nur auf das Gruppenligateam, sondern auch auf die Reserve aus. Und so wird der Kampf um den Klassenerhalt nicht weniger als eine Mammutaufgabe. Soll der vollführt werden, dürfte das Motto für Sonntag zumindest "Verlieren verboten" lauten, schließlich gastiert die SGS als Schlusslicht beim Drittletzten Kleinlüder/Hainzell. Vier Punkte trennen derzeit beide Teams. Dazwischen hält sich die SG Giesel auf, die im zweiten Kellerduell vor heimischem Publikum die SG Hosenfeld/Stockhausen/Blankenau II noch tiefer in den Abstiegsstrudel reißen möchte.

A-Liga Hünfeld/Hersfeld:

Für die Mehrzahl der Teams geht es im restlichen Saisonverlauf um nicht mehr als eine gute Platzierung im Abschlussranking. Nicht so aber für Roßbach und Großentaft, die am Sonntag in Roßbach aufeinandertreffen. Während Roßbach im Abstiegsstrudel steckt und gerne mehr als die bisherigen vier Punkte zwischen sich und die gefährdete Zone legen möchte, dürfen sich die Blau-Weißen noch immer mit Platz zwei auseinandersetzen. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf Ausbach/Friedewald zwar, allerdings hat Thomas Winters Elf auch noch zwei Spiele mehr zu bestreiten.

A-Liga Schlüchtern:

Zehn Punkte trennen Tabellenführer Herolz und den Dritten Rommerz. Am Sonntag steigt in Herolz das direkte Aufeinandertreffen – und somit das Spitzenspiel im Süden. Noch sind beide Teams in der Winterpause, wodurch auch den Trainern Prognosen schwerfallen dürften. Das Hinspiel ging mit 1:0 an den Tabellenführer.

Autor: Johannes Götze

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