Dissonanzen im Binnenklima

Schlüchtern trennt sich von Trainer Marc Friedel

08. September 2021, 05:51 Uhr

Marc Friedel ist nicht mehr Spielertrainer der SG Schlüchtern. Foto: Charlie Rolff

Wie die Sportredaktion der Kinzigtal Nachrichten erfuhr, hat die SG Schlüchtern sich gestern von Spielertrainer Marc Friedel (42) getrennt. Inzwischen kam vom Gruppenligisten die offizielle Bestätigung.

Ganz überraschend kam die Nachricht nicht mehr. Vor der Saison als Spitzenmannschaft, wenn nicht gar Aufstiegskandidat gehandelt, blieb die SG als Tabellendritte in der Südstaffel der geteilten Liga mit 13 Punkten aus sieben Spielen hinter den Erwartungen zurück. Der recht knappe Vorsprung auf die Playdownplätze verstärkte nach dem enttäuschenden 1:1 am Sonntag gegen Abstiegskandidat SV Müs bei den Verantwortlichen offenbar die Befürchtung, dass das Saisonziel gefährdet ist.

Auch für Außenstehende waren Dissonanzen im Binnenklima schon seit Wochen nicht zu übersehen. Nach Meinung der Friedel-Kritiker habe der 42 Jahre alte Spielertrainer die qualitativ überdurchschnittlich besetzte Mannschaft im spielerischen und taktischen Bereich nicht wie gewünscht vorangebracht; zudem hätten in zunehmendem Maße atmosphärische Störungen das Miteinander belastet.

Das wird auch in der Mitteilung bestätigt: "In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Teilen der Mannschaft und dem Trainer, die sich zuletzt auch negativ auf das Leistungsvermögen ausgewirkt haben. Um unsere Ziele, das Erreichen der Playoff-Runde, nicht zu gefährden, haben wir uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen."

Gespannt darf man nun sein, wer Friedels Nachfolge antritt. Der Neue wird neben fachlicher Eignung in besonderem Maße auch pädagogisches Geschick benötigen. / oi

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