14.09.2018

Schorstein erfreut über Flexibilität seiner SGE

Gruppenliga: Kellerduell in Rothemann

Ehrenbergs Coach Robert Schorstein (am Ball) hat eine Mannschaft beisammen, in der die Mischung offensichtlich passt. Foto: Charlie Rolff

Die großen Knaller bleiben in der Gruppenliga in dieser Woche aus. Zumindest von der Papierform. Das Top-Trio um Bad Soden (in Großenlüder), Ehrenberg (gegen Kerzell) und Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (in Schlitzerland) hat allesamt Gegner aus dem unteren Drittel der Tabelle. Dafür kommt es im Keller für den TSV Rothemann ganz früh in der Saison schon zu einer Art Schicksalsspiel.

FSV Thalau – SG Bronnzell (Samstag, 16 Uhr):

Die Leistungen in Großenlüder (1:0) und in Petersberg (0:2) vom letzten Wochenende machen Thalaus Trainer Jörg Meinhardt sauer: „Das war beide Male indiskutabel. Die jungen Leute sind das eine: Die brauchen einfach noch Zeit. Aber wie der ein oder andere erfahrene Spieler regelrecht über den Platz geschlappt ist, das hat mir überhaupt nicht gefallen. Da war weder Körperspannung noch Bewegung zu sehen. Diese Art und Weise geht gar nicht. Manchen fehlt aktuell das Herz, die Leidenschaft“, verdeutlicht Meinhardt, der sich auch ärgert, „dass wir am Dienstag im Training gerade einmal acht Leute waren.“ Immerhin: Burak Vardar ist nach seinem dreiwöchigen Türkei-Aufenthalt wieder zurück.

SG Ehrenberg – SG Kerzell (Samstag, 17 Uhr):

Vor der Partie in Wüstensachsen ist Ehrenbergs Spielertrainer Robert Schorstein vollauf zufrieden. „Die Mannschaft hat vergangenes Wochenende gezeigt, dass sie beides kann: Am Freitag in Schlüchtern haben wir eine kleine Anlaufzeit gebraucht, dann aber fußballerisch absolut überzeugt, super kombiniert und völlig zu Recht schöne Tore geschossen. Am Sonntag, beim 2:1-Sieg in Hosenfeld, war der Platz hart und die Bälle sind dir manchmal übers Knie gesprungen. Da haben wir dann lange Bälle geschlagen und die Pille manchmal einfach nur hinten rausgedroschen. Das waren zwei völlig unterschiedliche Spiele und wir haben beide sehr gut gemeistert“, so Schorstein, der vor Kerzell durchaus Respekt hat. „Besonders in Kerzell haben wir in den letzten beiden Jahren extremst schlecht ausgesehen. Da wissen wir, was zu tun ist.“ Marius Bublitz weilt weiter im Urlaub, dafür kehrt Leon Bau nach drei Spielen Pause zurück. „Die Mischung auf dem Platz stimmt: Wir haben jetzt mehrere Spieler, die mich auf dem Platz auch lautstark unterstützen“, macht Schorstein deutlich.

Spvgg. Hosenfeld – TSV Künzell (Samstag, 17 Uhr):

Nach dem Schreckenswochenende mit den beiden Niederlagen in Kerzell und gegen Ehrenberg sowie der erneuten Verletzung von Torjäger Benedikt Rützel muss sich Hosenfeld schütteln. Kurios: Die letzten vier Auswärtsspiele haben die Künzeller allesamt mit 0:1 verloren.

TSV Rothemann - RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr):

Es gab und gibt in dieser Saison nicht viele Spiele für den RSV Petersberg, in die man mit der besseren Ausgangslage gehen kann. Die Partie vom Sonntag gehört dazu. Kein Wunder, denn Gegner Rothemann wartet noch immer auf den ersten Sieg, hat zuletzt sechsmal in Serie verloren, dabei 24 Gegentreffer kassiert und bereits den Trainer gewechselt. Nach Peter Link und Tobias Günther ist nun mit Murat Anli bereits der dritte Coach für den TSV zuständig.

SG Schlitzerland – SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (Sonntag, 15 Uhr):

Das Duell der beiden Ex-Hünfelder an der Seitenlinie, das am Schlitzer Damenweg gespielt wird, birgt schon durch die gemeinsame Vergangenheit von Simon Grosch und Daniel Schirmer eine gewisse Brisanz. „Für uns ist das ja ein echter Traumstart mit acht Spielen ohne Niederlage. Anders kann man das nicht sagen“, ist Schirmer stolz auf seine Rhöner Spielgemeinschaft. Der Coach liefert die Erklärung für den momentanen Erfolg gleich mit. „Wir sind eine echte Gemeinschaft, machen auch außerhalb der fußballerischen Aktivitäten vieles gemeinsam. Bei und gibt es keinen Neid oder Frust, sondern wir halten zusammen. Wenn einer einen Fehler macht, dann versuchen die anderen den wieder auszubügeln. Das ist der Grund für unseren aktuellen Erfolg“, erklärt Schirmer, der jedoch erste Sorgenfalten auf der Stirn bekommt, denkt er an die kommenden Wochen, wenn die Studenten mit Beginn des Wintersemesters wieder andere Prioritäten setzen müssen als Fußball. „Marcel Zehner, Julias Conrad, Moritz und Jens Reinhard oder aber Robin Hahner. Das sind alles Jungs, die demnächst wieder unter der Woche wegfallen, die nicht mehr mit uns trainieren können“, erklärt der Trainer, der bei der SG Schlitzerland sogar schon auf Torwart Julius Conrad verzichten muss, der erneut Probleme an seinem lädierten Oberschenkel bekommen hat.

SV Großenlüder – SG Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr):

Die Verletztenmisere nagt an der gut gestarteten Teutonia aus Großenlüder, die die vergangenen vier Spiele bei 0:14 Toren verloren hat. Das letzte Tor der Atzler-Elf liegt 394 Minuten zurück und gelang Moritz Reith beim 4:0-Heimsieg gegen Petersberg.

SG Festspielstadt – FT Fulda (Sonntag, 15 Uhr):

Vor dem Spiel in Asbach trennt die beiden Konkurrenten nur noch ein einziger Punkt. Die Festspielstadt hat drei ihrer vier Heimspiele gewonnen, doch FT kommt mit der Empfehlung von sechs Punkten aus den beiden Spielen vom letzten Wochenende angereist.

SG Oberzell/Züntersbach – SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 17 Uhr):

Das Bergwinkel-Derby wird in Züntersbach ausgetragen. Für den Aufsteiger ist es bereits das siebte Heimspiel am zehnten Spieltag. Von den bisherigen 18 Treffern hat der Ex-Fliedener Julian Ankert mit neun Toren genau die Hälfte erzielt. Das letzte Ligaduell der beiden Kontrahenten gab es im Mai 2015, damals noch in der Kreisoberliga Süd, als man sich 1:1-Unentschieden trennte. / kr

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