16.08.2019

Schwarzmalerei lässt Schmidt nicht zu

Kreisoberliga Süd: Lauters Kopf trotz Katastrophenstart oben

Andree Schrimpf und die SG Lauter wollen schnellstmöglich den Schalter umlegen und wieder positive Schlagzeilen schreiben. Foto: Volk

Null Punkte, 4:17 Tore. Die ersten drei Spiele in der neuen Saison liefen für die SG Lauter in der Kreisoberliga Süd höchst deprimierend. SGL-Trainer Sebastian Schmidt kennt allerdings die Gründe, weiß aber auch, dass auf sein Team eine ganz schwierige Saison zukommt.

Vor ziemlich genau einem Jahr, Mitte September 2018, fegte die SG Lauter noch durch die Liga und stand plötzlich auf Rang eins der Kreisoberliga Süd. Elf Monate später ziert die Schmidt-Elf jedoch das Tabellenende, zwei deftige Niederlagen am vergangenen Wochenende sorgten für große Ernüchterung. Vorwürfe kann der Coach seinen Mannen jedoch nur während des Spiels machen, denn die Trainingsbeteiligung ist vollkommen in Ordnung. "Die Jungs ziehen mit, aber die Inhalte bekommen wir nicht im Spiel umgesetzt", hadert der 41-Jährige. Die ausschlaggebenden Punkte, weshalb die SG mit 0:6 gegen Flieden II und 1:7 gegen Huttengrund baden ging, sieht Schmidt in der Naivität seines Teams.

"Besonders um den Strafraum herum verteidigen wir zu naiv. Bei Abprallern sind wir nicht auf der Höhe, die Gedanken sind ganz woanders. Wenn wir weiterhin so spielen, sind wir nicht kreisoberligatauglich", mahnt das Lauterer Urgestein. Mittlerweile in seiner elften Saison ist Schmidt als Trainer bei der SGL zuständig, kennt daher sein Team genau und prophezeit, "dass eine ganz schwierige Saison auf uns wartet. Die Jungs aus den A-Junioren brauchen Zeit. Während den 90 Minuten müssen allerdings alle Spieler mehr Konzentration bringen. Verteidigen fängt vorne an, denn wir machen es den Gegnern zu leicht. Auch unser Passspiel ist momentan zu schlecht, jeder Ball ist beim Gegner und immer nur hinterherlaufen kostet viel Kraft. Ganz davon abgesehen macht es keinen Spaß."

Erschwerend hinzu kommt, dass der etatmäßige Keeper Jan-Henrik van der Moolen seine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Am Wochenende soll gegen die ebenfalls schwach gestarteten Vogelsberger nun die Kurve wieder in die richtige Richtung zeigen. Wie dies gelingen soll? "Wir müssen geschlossener auftreten, auch mal versuchen nun unser Spiel durchzudrücken und es dem Gegner schwerer machen als zuletzt. Ich hoffe auch mindestens einen Punkt, denn ein Erfolgserlebnis würde uns guttun", weiß Schmidt.

Die Spiele in der Übersicht:

Freitag, 18.30 Uhr
SG Hattenhof – Spvgg. Bimbach
19 Uhr
FV Steinau – SV Mittelkalbach
FSG Vogelsberg – SG Lauter

Samstag, 16 Uhr
SG Rückers – SG Magdlos

Sonntag, 15 Uhr
SG Kressenbach/Ulmbach – SG Bad Soden II
SG Gundhelm/Hutten – SV Herolz
SG Huttengrund – SV Buchonia Flieden II
SV Schweben – TSV Rothemann

Autor: Tobias Konrad

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