23.05.2018

„Sehe die Möglichkeit, richtig was zu bewegen“

Alfred Kaminski äußert sich zu seinem Engagement bei der SG Barockstadt

Alfred Kaminski (rechts) wurde von Peter Enders (links), Volker Bagus und Dirk Schütrumpf vorgestellt. Foto: Patrick Wichmann

Der neue starke Mann der SG Barockstadt heißt wie erwartet Alfred Kaminski. Der 54-Jährige wurde am Mittwochabend in einer gut 30-minütigen Pressekonferenz im Platzhirschhotel in Fulda als neuer Trainer vorgestellt.

„Ich freue mich, hier zu sein“, so die ersten Worte des Fußballlehrers in seiner neuen sportlichen, aber auch privaten Heimat. Denn Kaminski will in Fulda für sein Hobby brennen, sieht seine neue Aufgabe als große Chance an: „Ich fand das Projekt von Anfang an sehr interessant, sehe viele Entwicklungsmöglichkeiten. Dieses Engagement ist nicht auf kurze Zeit angelegt. Ich sehe die Möglichkeit, hier richtig was zu bewegen.“ Bis 2020 hat der Holsteiner zunächst unterschrieben, entsprechend wird der geschiedene Kaminski seinen Lebensmittelpunkt nach Osthessen verlegen.

„Schon bei unserem ersten Treffen war der Vorstand von Alfred Kaminski begeistert“, kommentierte Peter Enders, Vorsitzender des SC Borussia Fulda, der die Pressekonferenz mit den Lehnerzer Kollegen Volker Bagus und Dirk Schütrumpf leitete. „Er erfüllt all unsere Anforderungsprofile, er hat eine große fußballerische Expertise und viel Erfahrung im Nachwuchsbereich. Talente erkennt und fördert er. Außerdem hat er ein großes Netzwerk. Mit Kaminski sind wir überzeugt, den richtigen Mann gefunden zu haben.“

Und Kaminski ließ neben Einblicken in seine eigene Historie auch einige Details über sein fußballerisches Denken zu. Geprägt in seinem Trainerdasein wurde er vom langjährigen Bremer Coach Thomas Schaaf, beim Meistertrainer hospitierte Kaminski zweimal, auch heute pflegen beide noch guten Kontakt. Kein Wunder also, dass der 54-Jährige Freund des Offensivfußballs ist, viel Wert auf Ballbesitz und aggressives Verteidigen legt.

Zukunft von Lohsse, Gören und Lesser weiter offen

„Ich gebe klare Regeln vor und erwarte, dass diese auch eingehalten werden. Ich übernehme eine neue Mannschaft, alle beginnen bei Null“, betont Kaminski, der nun intensiv an der Kaderplanung arbeiten möchte. Wie seine neue Mannschaft letztlich zusammengestellt wird, das hängt auch von der Spielklasse ab. Das Lehnerzer Endspiel in Lohfelden wird sich der neue Trainer jedenfalls zu Gemüte führen.

Unklar ist auch, wie das Trainerteam um Kaminski herum aussieht. Die Zukunft von Marco Lohsse (Trainer Lehnerz), Sedat Gören (Lehnerz II) und Henry Lesser (Borussia Fulda) bleibt somit offen. Die SG Barockstadt II hat mit Kevin Hohmann (Bronnzell) jedenfalls einen ersten Neuzugang verpflichtet, der laut dem Sportlichen Leiter des TSV, Dirk Schütrumpf, auf Empfehlung von Gören hin verpflichtet wurde. Gut möglich also, dass Gören Reserve-Coach bleibt: „Es spricht nichts dagegen, dass es mit Sedat weitergeht“, so Schütrumpf.

Auch das Thema Wappen wurde angesprochen. Einige Vorschläge liegen vor. Eine Möglichkeit ist, dass die Fans über eine Abstimmungsrunde auf der Homepage darüber entscheiden dürfen.

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