19.03.2019

"Sekt steht immer kalt"

Gruppenliga: "Sprudelkicker" souverän

Lukas Ehlert (Mitte) erzielte für Bad Soden in Asbach die Treffer eins und zwei. Eines davon gar per Kopf – ein seltenes Erlebnis. Foto: Charlie Rolff

Die SG Bad Soden marschiert weiterhin unbeirrt Richtung Gruppenliga-Titel. Auch die windige Angelegenheit in Asbach konnte Anton Römmichs Team am Samstag souverän erledigen und darf sich somit mehr und mehr mit dem Gedanken Verbandsliga beschäftigen.

„Wir wollten vorlegen und wir haben vorgelegt. Ich sage ja schon ein paar Wochen, dass wir so früh wie möglich den Aufstieg klarmachen wollen und deswegen wollen wir nun auch unbedingt die folgenden drei Heimspiele erfolgreich bestreiten“, warf Sodens Trainer Anton Römmich direkt nach Abpfiff in Asbach den Blick schon wieder voraus. Den Sekt, so viel verriet er, stehe ohnehin immer kalt, schließlich wisse man nie, was es als nächstes zu feiern gebe.

Beim 5:1-Sieg in Asbach hatte der Coach ein Spiel erlebt, das ihm so noch nicht untergekommen war. War es im Hinspiel (4:1-Sieg ebenfalls nach Rückstand) die extrem destruktive Spielweise der SG Festspielstadt, die Römmich Fragezeichen auf die Stirn zauberten, war diesmal der Wind das Zünglein, weshalb Soden nicht alles aus dem zur Verfügung stehenden Repertoire abrufen konnte: „Solche Bedingungen sind mir noch nie untergekommen. Wir wollten erst gegen den Wind spielen und dabei das Ergebnis in Grenzen halten, um anschließend mit dem Wind unser Spiel durchzudrücken“, verriet Römmich seinen Plan – der genauso aufgehen sollte.

Sein Gegenüber Roman Prokopenko verfolgte hingegen die konträre Idee: „Aber dafür hat uns leider ein zweites oder drittes Tor gefehlt“, bedauerte er, der aber grundsätzlich nichts zu mäkeln hatte. „Die Leistung war sehr ordentlich“, stellte er trotz des gegen Ende hin deutlichen Ergebnisses fest. Seine Mannschaft, der beispielsweise die Doppelsechs Lukas Müller-Siebert und Tim Emmerich komplett fehlte, offenbarte weder Auflösungserscheinungen, noch spielte sie zu irgendeinem Zeitpunkt wie ein Absteiger.

Autor: Johannes Götze

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