13.11.2018

Setzt der TSV den Fahrstuhl außer Betrieb?

A-Liga Schlüchtern: Heubach geht mit Polster in die fußballfreie Zeit

Ist mit seinen fünf Saisontoren der treffsicherste Akteur des TSV Heubach: Lars Helmer (rechts). Foto: Ralph Kraus

Viermal stieg der TSV Heubach in den vergangenen neun Jahren in die A-Liga Schlüchtern auf. Die Verweildauer in jener Liga hielt sich allerdings in Grenzen, denn nach jedem Aufstieg folgte prompt wieder der Abstieg in die B-Liga. In dieser Saison schiebt sich der TSV allerdings an, dieser Tradition einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Die Statistik liest sich deshalb, wie die, einer Fahrstuhlmannschaft. „Mit dem aktuellen Punktestand sind wir absolut zufrieden“, meint Marinko Novakovic. Der Trainer des TSV Heubach kam im Sommer 2017 in den Kalbacher Ortsteil und brachte umgehend den Erfolg mit. Mit 76 Punkten und nur zwei Niederlagen stand der souveräne Aufstieg nach drei Spielzeiten in der B-Liga. Der 44-Jährige weiß dennoch, dass in der neuen Spielklasse auch noch nicht alles wie am Schnürchen läuft: „In einigen Begegnungen mussten wir noch Lehrgeld bezahlen. Insbesondere gegen die etablierten Mannschaften in der Liga haben wir die Punkte zu leicht abgegeben.“

Die Saison begann für den TSV äußerst vielversprechend mit fünf Punkten aus drei Spielen. Zu erwarten war dies nicht unbedingt, denn die Vorbereitung verlief eigentlich schlecht. „Wir sind ein Neuling, und diese haben es bekanntlich immer schwer. Die vermeintlich schwächeren sind in die B-Liga abgestiegen, deshalb sind wir mit den 19 Punkten zufrieden. Jeder weiß allerdings, dass weiterhin nur das Ziel Klassenerhalt bedeutet“, meint Novakovic.

Der Übungsleiter ist sich nämlich ziemlich sicher, dass Teams wie Marborn oder Niederkalbach nochmal alles in die Waagschale werfen werden und deshalb auch einige Punkte noch holen werden. „Wir können zwar beruhigt in die Pause gehen, müssen aber in der Rückrunde wieder topfit sein. Die Vorbereitung wird sehr wichtig werden. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt, denn bei uns liegt ja bekanntlich etwas mehr Schnee als woanders.“ Das Auftaktprogramm im Frühjahr hat es nämlich in sich, mit den beiden Heimspielen gegen Rommerz und Niederzell stellen sich der Dritte und der Zweite des Tableaus in Heubach vor. „Vielleicht ist das auch unser Vorteil. Nach einer langen Pause ist es immer schwer, da auch niemand weiß, wo er steht.“

Spektakel gab es nur einmal

Ein Spiel fällt in der Vorrunde besonders ins Auge: 5:5 hieß es Mitte Oktober in Weichersbach. „Das war ein außergewöhnliches Derby, in dem alles geboten wurde. Wir haben bereits mit 5:2 geführt, dann aber nicht die Stabilität bewahrt und uns auch nicht clever genug verhalten“, weiß der Übungsleiter, der ansonsten eher auf eine gute Defensivarbeit Wert legt. „In diesem Spiel haben wir offensiver agiert. Die fünf Tore bestätigen, dass das gut war, die Gegentore nicht.“ Wie es denn für Novakovic selbst weitergeht, ist derweilen noch offen, doch eine dritte Saison ist von beiden Seiten vorgesehen. „Gespräche gab es noch nicht, doch ich denke, dass momentan wenig dagegen spricht.“ Sollte Novakovic den Klassenerhalt mit dem TSV Heubach schaffen und die Tradition des direkten Wiederabstieges brechen, spricht wahrlich nichts dagegen, dass einer weiteren Saison etwas im Wege steht.

Autor: Tobias Konrad

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