Gemeindepokal Eichenzell

SG Rönshausen feiert den Titel

18. Juli 2021, 17:25 Uhr

Eine Szene aus dem Finale zwischen Rönshausen und Löschenrod. Hier steigt Boris Nteugha zum Kopfball hoch. Foto: Charlie Rolff

Die SG Rönshausen ist zum ersten Mal in ihrer Geschichte Gemeindepokalsieger von Eichenzell geworden. Im Überraschungsfinale setzte sich der Süd-Kreisoberligist gegen die klassentiefere SG Löschenrod nach Elfmeterschießen durch. Rang drei ging an Titelverteidiger Eichenzell, der sich im "kleinen Endspiel" gegen die TSG Lütter durchsetzte.

Ausrichter SG Büchenberg war der große Gewinner des Wochenendes. Über beide Tage verteilt pilgerten gut 600 Zuschauer an das Sportgelände und so gab es reichlich zu tun. "Es hat wirklich alles gepasst. Wir hatten ein super Wetter und man hat den Leuten einfach angemerkt, dass sie alle wieder Lust auf ein bisschen Sportplatz-Flair haben. Das hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber ob der Corona-Auflagen war das organisatorisch auch ordentlich Arbeit", lautete das positive Resümee von Michael Zans.

Der sportliche Leiter der Büchenberger nahm es locker, dass "seine" Mannschaft nach den Gruppenspielen ausgeschieden war. "Das war schon absolut okay, was wir gezeigt haben. Gegen Lütter hätte die hohe Niederlage nicht sein müssen, aber die anderen beiden Spiele waren ausgeglichen und richtig gefreut habe ich mich ohnehin über unsere gute Leistung letzten Mittwoch im Pokal gegen Thalau, als wir uns beim 2:4 wirklich teuer verkauft haben."

Negative Randerscheinung des Turnier war die Rote Karte gegen Moritz Günther. Der Rothemanner Youngster flog im Spiel gegen Welkers vom Feld. Angeblich soll sein Gegenspieler eine Kopfnuss angedeutet haben. Daraufhin hat Günther ihn umgestoßen und flog in der letzten Aktion des Spiels somit vom Feld.

Finale: SG Rönshausen - SG Löschenrod 1:1, 4:2 n.Elf.

Das Endspiel war eine Neuauflage des Finals von 1987. Auch da standen sich Rönshausen und Löschenrod gegenüber und auch vor 34 Jahren musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Anders als damals siegte diesmal aber Rönshausen.

Das Team von Ingo Rippert ging nach der Pause durch Marvin Plummer in Führung (37.), doch kurz vor Schluss glich Jannik Schneider aus (56.). Im fälligen Elfmeterschießen wurden insgesamt gleich fünf Strafstöße verschossen. Für Rönshausen verwandelten Marko Curic, Maximilian Bolz, Fabian Jehn und Boris Nteugha. Auf Seiten von Löschenrod trafen Luc Stephan und Mirko Gerhard.

"Unabhängig davon, dass wir das Turnier gewonnen haben, muss ich sagen, dass alle Teams ihre Mühe mit etlichen Stockfehlern hatten. Aber da muss man nach sieben Monaten Pause auch einfach mal eine Lanze für die Spieler brechen - das ist ganz normal", so Rönshausens Trainer Ingo Rippert, der im Gegensatz zu manch anderem Team, seine Mannschaft in bestmöglicher Besetzung ins Rennen schickte. "Wir haben nur sechs Wochen Vorbereitung und jeder will sich zeigen und beweisen."

Das machte auch sein Gegenüber Mirko Gerhard. Der nahm die Niederlage im Elfmeterschießen sportlich. "Viel wichtiger ist doch, wie die Mannschaft hier aufgetreten ist und wir wir uns präsentiert haben. Das hat mir richtig gut gefallen. Der ein oder andere hat gefehlt, aber es ist keiner dem anderen neidisch, wenn man selbst mal draußen sitzt. Das war wirklich vorbildlich", so Gerhard.

Die SG Rönshausen spielte während der beiden Tage mit: Hartl; Breemann, Jehn, Kress, Gaul, Fanbou, Nteugha, Curic, Bolz, Schmitt, Plummer, Wischermann, Castro-Alvarez, Leibold, Bub, D. Farnung, Kutsche, Eva.

Die SG Löschenrod setzte im Turnier ein: Jürgens, Seuring; M. Junk, Mayer, Gutberlet, Jehn, Müller, Reispich, K. Junk, F. Roth, Witzel, Groß, Weisbeck, Phitnok, Stephan, Schneider, D. Roth, Vogel, Michel, Gerhard.

Spiel um Platz drei: FC Eichenzell - TSG Lütter 4:0 (4:0)

In der ersten halben Stunde machte der Verbandsligist kurzen Prozess und hatte sich entscheidend nach vorne geschossen. Tore: 1:0 Sebastian Sonnenberger (8., Foulelfmeter), 2:0 Benedikt Rützel (17.), 3:0 Leonard Müller (23.), 4:0 Benedikt Rützel (27.).

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