31.03.2019

SGE und TSV liefern blanken Wahnsinn – Fotos

Gruppenliga: Vier Elfmeter und ein glücklicher Sieger

Marius Bublitz (links) verschafft sich gegen Jonas Aschenbrücker Platz. Foto: Julian Belz

Die SG Ehrenberg und der TSV Künzell haben am Sonntagnachmittag ein Spiel abgeliefert, was an Dramatik kaum zu überbieten war. Vier Elfmeter, die Entscheidung erst in der Nachspielzeit und jede Menge Fights werden noch für viel Gesprächsstoff sorgen. Mit dem 4:2 (1:0)-Erfolg distanzieren die Rhöner den TSV vorerst.

Grenzenlos war der Jubel unter den Zuschauern, als Robert Schorstein in der Nachspielzeit zum 3:2 einköpfte (90.+2). Wie sollte es anders auch sein, denn wie schon so oft in dieser Saison war es ein Freistoß von Felix Beck, der einen Ehrenberger Kopf fand. Eine Minute später machte der nimmermüde Marius Bublitz den Deckel auf eine irrsinnige Partie drauf, als er die Kugel reinstocherte (90.+3). Des einen Freud ist aber des anderen Leid. Und so kann sich der TSV Künzell für einen aufopferungsvollen Kampf rein gar nichts kaufen.

"So ist Fußball, aber deshalb lieben wir ihn", resümierte TSV-Coach Markus Pflanz im Nachgang kurz und knapp. Mit 0:2 lag sein Team bereits hinten, fightete sich Mitte der zweiten Halbzeit jedoch zurück. Erst traf Louis Winkow vom Punkt (66.), ehe der Stürmer nach 81 Minuten erneut aus elf Metern antrat. Marcel Röder ahnte allerdings die Ecke und entschärfte, musste Sekunden später dann aber doch den Ausgleich hinnehmen. Winkow behielt bei der darauffolgenden Ecke im Gewusel den Durchblick und belohnte nie aufgebende Gäste, zumindest kurzzeitig.

Und die Hausherren? Die hatten sich selbst zuzuschreiben, dass sie fast die Begegnung noch aus der Hand gaben. Mit dem 2:0 von Julius Brehl kurz nach der Pause (47.) lief alles in geordneten Bahnen und Künzell schien besiegt. Spätestens nach 63 Minuten hätte Brehl den Deckel draufmachen können, scheitere jedoch an sich selbst, als er vom Elfmeterpunkt neben das Tor schoss. Sein Teamkollege Bublitz tat es ihm diesbezüglich übrigens ähnlich, denn der 23-Jährige scheiterte am starken Niklas Kircher ebenfalls aus elf Metern (34.) und verpasste es, dass seine Ehrenberger früh mit zwei Toren in Front lagen. So aber gab er den Startschuss für eine irre Elfmetershow mit dramatischer Schlussphase.

Die Statistik:

SG Ehrenberg: Röder – Bau, Dinkel, Mo. Schäfer, Keidel (73. Scheffler) – Jaksch (84. Hohmann), Schorstein – Beck, Brehl, van Leeuwen – Bublitz.
TSV Künzell: Kircher – Jacobi (76. Röher), Aschenbrücker, Isselstein, Breunung – Schlott – Herbach, Kress, Raszyk, Flache – Winkow.
Schiedsrichter: Jan Gutberlet (Burghaun).
Zuschauer: 300.
Tore: 1:0, 2:0 Julius Brehl (31., 47.), 2:1, 2:2 Louis Winkow (66., Foulelfmeter, 82.), 3:2 Robert Schorstein (90.+2), 4:2 Marius Bublitz (90.+3).
Verschossene Foulelfmeter: Marius Bublitz scheitert an Niklas Kircher (34.), Julius Brehl schießt neben das Tor (62.), Louis Winkow scheitert an Marcel Röder (81.).

Autor: Tobias Konrad

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