25.08.2019

SGF hadert mit Schiedsricher Henkel

Gruppenliga: Rot für Auswechselkeeper Julian Sill

Marvin Höbeler (links) sorgte mit seinem Treffer für einen Punkt der SG Freiensteinau. Foto: Ottmar Schleich

Auch im vierten Heimspiel der Saison gelang Gruppenliga-Aufsteiger SG Freiensteinau nicht der heiß ersehnte erste Heimerfolg. Gegen den SV Großenlüder reichte es nach von beiden Seiten mäßiger erster Hälfte dank einer gewaltigen Steigerung beim 1:1 zu einer Punkteteilung.

Und hätte nicht der miserable Schiedsrichter Andreas Henkel (Eiterfeld) die Elf von Trainer Heiko Breitenberger mit zunehmender Spieldauer immer mehr benachteiligt, dann wäre vielleicht doch noch ein Dreier herausgesprungen. Doch flogen hohe Bälle der druckvoll agierenden SGF in den Strafraum Großenlüders, dann pfiff Henkel grundsätzlich Stürmerfoul. Als ein Stürmer Großenlüders hingegen SGF-Mannschaftskapitän Sebastian Krieg im Kopfballduell deutlich sichtbar unterlief, entschied Henkel völlig danebenliegend auf Foul gegen Krieg. Dem protestierenden SGF-Ersatztorwart Julian Sill hielt er genüsslich wegen Schiedsrichterbeleidung die Rote Karte unter die Nase. „Gut gemacht Jungs in der zweiten Halbzeit“, lobte Heiko Breitenberger seine Spieler nachvollziehbar. Denn nach dem mäßigen Auftritt der ersten Halbzeit, in der die einzige Torgelegenheit des Spiels durch Sascha Hasenauer die Gästeführung zur Folge gehabt hatte, wollte so recht niemand mehr an einen Ruck glauben, der dann tatsächlich durch die Mannschaft ging.

Nach 50 Minuten landete die Kopfballverlängerung von Roland Lotz nur an der Latte des Großenlüderer Gehäuses. Keine zwei Minuten später lieferte eben Lotz die Vorarbeit zur Chance für Jannik Beikirch (52.). Nachdem die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit deutlich an die SGF gegangen war, auch weil Großenlüder nun viel zu passiv agierte und die phasenweise vor dem Wechsel gezeigte Ballsicherheit vermissen ließ, fiel der verdiente Ausgleichstreffer nach 64 Minuten durch den unmittelbar zuvor eingewechselten Marvin Höbeler. Der Jungspund, der mit seinem vorbildlichen Einsatz frischen Wind ins Spiel brachte, nutzte eine Schwäche von Gästekeeper Andre Pfeffer, der das hoch einfliegende Leder nach einer Ecke nicht zu greifen bekam und den Ball vor die einschussbereiten Füße Höbelers fallen ließ. Stefan Stramm (80.) und Jannik Beikirch (88.) ließen in der Schlussphase noch Chancen zum Heimsieg ungenutzt. Der freilich dürfte sich alsbald einstellen, wenn die SGF die Leistung der zweiten Spielhälfte über 90 Minuten aufs fein gepflegte heimische Grün legt.

Die Statistik:

SG Freiensteinau: Kania; Papsch (60. M. Höbeler), Link, S. Sill, S. Krieg – Stramm (82. Lang), Schenk, N. Höbeler, Stribrny – R. Lotz, J. Beikirch
SVGroßenlüder: Pfeffer; Nteugha, Schneider, Ebert, Strehl – Medler (46. Hohmann), Reith, Schlitzer, Hasenauer – Wese, Lehmann
Schiedsrichter: Andreas Henkel (TSV Ufhausen).
Zuschauer: 230.
Tore: 0:1 Sascha Hasenauer (27.), 1:1 Marvin Höbeler (64.).
Rote Karte: Auswechseltorwart Julian Sill auf der Bank (88., Schiedsrichterbeleidigung).
Gelb-Rote Karte: Niklas Schenk (90.+3, beide Freiensteinau). / osl

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