08.11.2018

SGJ muss "physisch und mental" voll da sein

Verbandsliga: Maikranz-Elf empfängt Neuhof / Steinbach ohne Druck nach Weidenhausen

Für Lucas Maierhof (links) und den FC Eichenzell geht es auswärts zum CSC 03 Kassel, während Damian Henryk Dudala und der SV Neuhof im Derby bei Johannesberg gefordert sind. Foto: Charlie Rolff

Wen wird es erwischen? Diese Frage wird vor dem Verbandsligaderby zwischen der SG Johannesberg und dem SV Neuhof gestellt, warteten doch beide Teams zuletzt mit beeindruckenden Erfolgssträhnen auf. Am Sonntag könnte nun eine der beiden Serien reißen.

SG Johannesberg – SV Neuhof (Sonntag, 14.30 Uhr).

Neun Spiele in Folge hat die SG Johannesberg nicht mehr verloren, fünf ungeschlagene Partien in Serie stehen für den SV Neuhof zu Buche. Im direkten Duell wollen beide Teams diese Bilanzen weiter aufhübschen. „Wir werden alles dafür tun, dass es so weitergeht wie in den vergangenen Spielen“, meint Johannesbergs Trainer Jochen Maikranz, der seine Mannschaft vor allem wieder auf das Level vor der jüngsten Partie in Grebenstein bringen will: „Durch die massiven Personalprobleme war dort wenig möglich. Wir haben uns zum Punkt gefightet, obwohl unsere Leistung auch nicht die beste war.“ Gegen den Tabellendritten Neuhof bedarf es deshalb einer Leistungssteigerung, denn der kommende Gast hat sich in dieser Saison zu einer Spitzenmannschaft entwickelt und tritt sehr gefestigt auf. „Physisch und mental müssen wir absolut da sein und die allerletzte Bereitschaft entwickeln, denn nur dann haben wir eine Chance. Neuhof ist in diesem Jahr zu leistungs- und ergebniskonstant“, weiß der Übungsleiter und erinnert sich nur ungern an das Hinspiel zurück. Im August verlor die SGJ durch ein spätes Gegentor mit 0:1. „Das war damals zwar ein mäßiges Spiel, und dennoch war uns Neuhof in allen Belangen überlegen.“ Wieder mitwirken kann Niklas Zeller nach seiner Sperre: Maikranz weiß, dass der 23-Jährige ein wichtiger Faktor in der Offensive ist: „Durch individuelle Aktionen kann er entscheidende Momente setzen. Das hat uns in der Vorwoche etwas gefehlt.“

1. FC Schwalmstadt – SG Barockstadt II (Samstag, 14.30 Uhr).

Beim Blick auf die Ergebnisse der Barockstadt-Reserve fällt vor allem eins auf: Die Spiele sind sehr arm an Toren, in den letzten drei Begegnungen mit Beteiligung der SGB-Elf fiel lediglich ein Treffer. „Uns fehlt ein richtiger Torjäger. Jan-Henrik Wolf ist mit neun Toren unser Toptorschütze, davon sind aber viele Standardtore dabei“, weiß Coach Marco Lohsse. In Ziegenhain will der 39-Jährige dreifach punkten, um den Gegner auf Abstand zu halten. „In der Liga geht so eng zu, dass ein Dreier wichtig wäre.“ Unterstützung aus dem Hesseligakader könnte es geben, zudem kehrt Natnael Weldetnsae zurück. Erik Heinze (Knie verdreht) fehlt ebenso wie Danu Bojii, der sich die Bänder gerissen hat.

SV Weidenhausen – SV Steinbach (Samstag, 15 Uhr).

Zum schweren Auswärtsspiel nach ans Chattenloh muss der SV Steinbach bereits morgen. Von Druck verspürt Trainer Petr Paliatka allerdings wenig, vielmehr sagt er, „dass wir ganz entspannt dorthin fahren können.“ Für den 32-Jährigen steht weiterhin die Entwicklung seiner jungen Spieler im Vordergrund. Deshalb möchte Paliatka nicht auf den Gegner schauen, sondern sich auf die eigene Leistung konzentrieren, um die dritte Begegnung in Folge zu Null zu bestreiten. „Klar hat Weidenhausen gute Stürmer, doch wenn wir ordentlich zusammenarbeiten, ist es für jeden Gegner schwer“, spricht der Übungsleiter insbesondere 18-Tore-Mann Sören Gonnermann an. Fehlen wird ihm weiterhin Petr Kvaca, dafür befinden sich Lukas Gemming und Mateo Duvnjak wieder im Training.

CSC 03 Kassel – FC Eichenzell (Sonntag, 14.30 Uhr).

„Die Trauben hängen sehr hoch, dennoch fahren wir nicht zu CSC, um vorab schon die Segel zu streichen“, meint Britannen-Coach Heiko Rützel mit Blick auf die angespannte Personalsituation. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich diese nämlich nochmals verschlechtert. „Wir gehen am Krückstock. Unser Kader ist bekanntlich nicht der breiteste. Die Elf, die am Platz stehen wird, wird versuchen einen Punkt zu holen.“ Dass dieses Unterfangen in Kassel schwer wird, weiß der 35-Jährige, weshalb das Hauptaugenmerk auf der Defensive liegen wird. Bereits im Hinspiel hatte die Rützel-Elf große Probleme bei der 1:4-Niederlage: „Da war Kassel eines der stärksten Teams, welches gegen uns bislang gespielt hat“, so Rützel, der bereits schon die nachfolgenden Spiele gegen Vellmar und Kaufungen im Blick hat. „Die beiden Begegnungen werden wichtiger als Kassel.“

Autor: Tobias Konrad

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