14.03.2018

Siegtorschütze gegen den neuen Club

A-Liga Rhön: Sascha Rühls ganz besonderes Comeback

Sascha Rühl (vorne) trägt wieder die Künzeller Farben. Archivfoto: Friedhelm Eyert

"Es war schon ein komisches Gefühl", muss Sascha Rühl zugeben. Mit seinem neuen, alten Club Künzell II traf der Rückkehrer am Wochenende auf den Verein, den er künftig trainieren wird. Und avancierte beim 2:1 gegen den TSV Hilders darüber hinaus zum Siegtorschützen.

Nach einer guten Kombination musste Rühl den Ball, wie er selbst sagt, "nur noch reinschieben. Das war keine große Kunst mehr." An der Grenze zur Abseitslinie erzielte der 30-Jährige so nach 55 Minuten den 2:1-Siegtreffer und feierte somit ein gelungenes Comeback. Es war Rühls erstes Ligaspiel nach seiner Rückkehr zum TSV.

"Künzell ist mein Herzensverein, im Spiel selbst wird alles andere ausgeblendet. Da ist es nur wichtig, Punkte für Künzell zu holen", betont der Mittelfeldspieler, für den es dennoch ein "besonderes Spiel" war. Gegner Hilders wird Rühl schließlich in der kommenden Spielzeit als Spielertrainer betreuen. Einige gute Ansätze seines künftigen Clubs hat er schon gesehen: "Ich war sehr überrascht, wie sie vorne drauf gegangen sind. So sind wir gar nicht in unser Spiel gekommen, das hat mir imponiert. Zwei, drei Spieler sind mir dazu sehr positiv aufgefallen."

Die Entscheidung, im Sommer nach der kurzen Rückkehr nach Künzell wieder als Spielertrainer zu agieren, war bereits früh gefallen. "Ich bin den Weg des Trainers gegangen und wollte ihn auch weitergehen", so Rühl, der seit Oktober nicht mehr verantwortlich für die SG Löschenrod ist. "Es hat einfach nicht mehr gepasst", sagt der 30-Jährige, der bei seinem neuen Engagement aber ein gutes Gefühl hat. "Ich kenne ein paar Leute wie Julien Mackenrodt. Die Gespräche waren sehr positiv, der Verein hat klare Vorstellungen. Wir wollen oben mitspielen und unter die ersten fünf, sechs Mannschaften kommen."

Eine bessere Platzierung soll es allerdings in diesem Jahr geben. Künzell II möchte nach einem Jahr zurück in die Kreisoberliga. "Ich spiele dort, wo ich am besten für den Verein aufgehoben bin. Wenn ich der Zweiten beim Aufstieg helfen kann, dann gut. Natürlich hat man auch immer Ambitionen, die erste Mannschaft anzugreifen, ich habe ja auch die Vorbereitung dort mitgemacht. Letztlich ist es aber egal, wo ich spiele, Hauptsache ich habe wieder Spaß am Fußball", betont Rühl.

Autor: Steffen Kollmann

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