23.08.2019

Sirene soll in Margretenhaun diesmal nur nach Toren ertönen

Kreisoberliga Mitte: Lembcke hofft auf Polster nach Heimspiel

Kurioses Bild: Drei RTWS standen am vergangenen Sonntag in Margretenhaun Schlange. Foto: Verein

Nach kleineren Startschwierigkeiten hat sich der RSV Margretenhaun relativ schnell wieder in der Kreisoberliga Mitte akklimatisiert. Gleiches gilt auch für den neuen Trainer des Aufsteigers, Alexander Lembcke, der vom Ligakonkurrenten FSG Dipperz/Dirlos gekommen ist.

Der 36-jährige Coach sieht die "Hünsche" vor dem Doppelspieltag gegen Kiebitzgrund/Rothenkirchen und Edelzell/Engelhelms gut gerüstet: "Läuferisch und kämpferisch sieht das gut aus, die Zweikampfquote passt. Dazu sind wir sehr diszipliniert, bis auf Gaith Akrama sind alle Spieler fit. Und der Spaß kommt hier auch nicht zu kurz, zumal ja der Relegationsfluch nun endlich abgelegt ist." Lembckes Mannschaft habe in allen bisherigen vier Partien gut mitgehalten, verlor zum Auftakt gegen Hilders (2:3) und Hofbieber (0:1) nur knapp, ehe anschließend zwei Siege folgten. "In allen vier Partien sind wir unseren Gegnern ebenbürtig gewesen. Aber ich kenne die Liga gut und weiß, dass wir, Lütter und Horas mal ausgenommen, so oder so in jedem Spiel unsere Siegchance haben. Glück, Effizienz und starke Einzelkönner machen meistens nur den Unterschied. Auch Kiebitzgrund wird jetzt kämpferisch mit uns auf einer Ebene sein, bei Edelzell/Engelhelms darf man sich vom schlechten Start nicht blenden lassen."

Entsprechend sieht der frühere Lehnerzer und Bronnzeller auch am Wochenende die Möglichkeit, alle sechs Punkte zu Hause zu behalten. "Ein bisschen Druck ist sicher schon da: Wir können im Erfolgsfall im oberen Mittelfeld andocken und müssen bedenken, dass wir jetzt in einer Serie von fünf Heimspielen drin sind. Da müssen wir uns jetzt eigentlich schon ein kleines Polster erarbeiten." Im Spiel geht es bei Lembcke übrigens weiterhin auch ohne Polster, nach einem Luftzweikampf hat sich der Abwehrmann, der Spezi Timo Klee übrigens mit von Dipperz/Dirlos zum RSV genommen hat, zuletzt gegen Haimbach die x-te Platzwunde in seiner Karriere abgeholt. Da es auch Lembckes Gegenüber erwischt hatte, rückten gleich zwei Rettungswagen am Margretenhauner Sportplatz an und gesellten sich damit zu einem dritten RTW, der schon wegen einer Knöchelverletzung eines weiteren Haimbacher Spielers wenige Minuten zuvor vorgefahren war. "Ich fand das ein bisschen übertrieben, zumal das bei mir nichts Wildes war, aber so sind wohl die Bestimmungen. Ich war dann kurz im Krankenhaus, habe es mir später aber nicht nehmen lassen, noch am Sportplatz ein Siegerbier zu trinken", erinnert sich Lembcke, der am Wochenende nur Torsirenen hören möchte, mit einem kleinen Augenzwinkern zurück.

Mitaufsteiger TSV Hilders indes will sich den Schiedsrichter-Unruhen vom vergangenen Wochenende wieder aufs Sportliche konzentrieren. Ohne den verletzten Toptorjäger Peter John wartet heute Abend zunächst mit Welkers ein weiterer Neuling, ehe Sonntag die ambitionierte Aufgabe gegen die TSG Lütter in der hohen Rhön ansteht. Der TSV Bachrain will verhindern, nach den zwei Heimspielen gegen Haimbach und Dipperz/Dirlos nicht endgültig unten drin zu hängen. Der fast schon designierte Meister Horas gibt seine Visitenkarte bei Künzells Zweiter ab.

Die Spiele in der Übersicht

Freitag
18.45 Uhr
SG Edelzell/Engelhelms - FSG Dipperz/Dirlos
TSV Hilders - SV Welkers
19 Uhr
TSV Bachrain - Haimbacher SV
RSV Margretenhaun - FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen

Sonntag
15 Uhr
TSV Bachrain - FSG Dipperz/Dirlos
KSV Niesig - FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen
TSV Künzell II - FV Horas
RSV Margretenhaun - SG Edelzell/Engelhelms
SV Hofbieber - TSV Pilgerzell
TSV Hilders - TSG Lütter
15.30 Uhr
Haimbacher SV - SV Welkers
17 Uhr
SG Barockstadt III - SG Schlitzerland

Autor: Christian Halling

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