23.10.2018

SKG hat sich an "extrem anderen Fußball" gewöhnt

A-Liga Rhön: Gersfeld mit Tuchfühlung nach ganz oben

Ferdinand Friedrich (links) und die SKG Gersfeld spielen eine gute Saison. Archivfoto: Charlie Rolff

In kaum einer A-Liga geht es momentan so eng zu wie in der Rhön-Staffel, gleich fünf, sechs Vereine können sich im Kampf um die ersten beiden Plätze etwas ausrechnen. Auch die SKG Gersfeld, die im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga eine gute Hinrunde gespielt hat.

"Wir hätten nicht erwartet, dass wir so weit oben stehen würden. Eine Top-fünf-Platzierung haben wir uns aber schon vorgenommen", so David Grösch aus der Sportlichen Leitung, der einige Gründe für die bisherige gute Serie ausgemacht hat: "Wir haben gemerkt, dass in dieser Liga ein extrem anderer Fußball als noch in der KOL gespielt wird. Manche Spiele muss man über den Kopf gewinnen. Dazu ist unser Vorteil, dass 80, 90 Prozent der Mannschaft schon seit fünf, sechs Jahren zusammenspielen. Der eine weiß, was der andere macht."

Zuletzt kam der Teamspirit der SKG im Topspiel in Hilders zugute, der Tabellenführer wurde mit einer tollen kämpferischen Leistung mit 1:0 besiegt. "Da hat man auch gesehen, dass das keine Übermannschaft ist", so Grösch, der dennoch Hilders und Welkers als Topfavoriten auf dem Zettel hat. "Es ist schön, dass keine Mannschaft vorneweg marschiert, aber es wird schwer, diese Teams zu verdrängen. Ein Platz zwischen drei und fünf ist realistisch, wenn es gut läuft, haben wir auch die Chance auf den Relegationsplatz", so der 29-jährige Spieler und Sportliche Leiter.

Mit Viktor Ruppel hat in Gersfeld wieder ein alter Bekannter die Verantwortung inne, der Spielertrainer hat Andre Kleinhenz nach einer Spielzeit wieder abgelöst. "Das Jahr unter Andre hat uns weitergebracht, Viktor hilft uns aber auch auf dem Feld weiter", so Grösch, der betont, dass ansonsten nicht viel verändert wurde. "Generell sind wir keine Mannschaft, die sich hinten reinstellt, wir sind keine Bolzertruppe. Die Mischung aus Spielerischem und Kampf haben wir inzwischen gefunden."

Das soll auch die SG Hettenhausen am kommenden Sonntag (15 Uhr) im Derby zu spüren bekommen. Da will die SKG insbesondere die 2:3-Auswärtspleite im Mai vergessen machen. Die Vorfreude auf das einzige Stadtduell ist groß: "Diese Liga ist sowieso die für uns attraktivste. Anstatt wie in der Kreisoberliga 45 Minuten irgendwohin zu fahren, wo du niemanden kennst, spiele ich jetzt gegen ehemalige Schulkollegen. Aber sportlich willst du natürlich immer so hoch wie möglich spielen", betont Grösch.

Autor: Steffen Kollmann

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