Thomas Hack

Sogar Borussia Mönchengladbach lockte

Thomas Hack steht vor allem für eines: Tore, Tore, Tore

13. Mai 2020, 17:05 Uhr

Sein letzter Meistertitel: 2009 gewann der TSVSchmalnau unter dem Trainer Thomas Hack die Meisterschaft in der B-Klasse. Foto: Ottmar Schleich

Thomas Hack gehört zu den erfolgreichsten Stürmern, die die Region Fulda jemals hervorbrachte. Über zwei Jahrzehnte traf der heute 54-Jährige wie er wollte – und das auf höchstem Niveau.

Schon die nackte Bilanz liest sich überragend: 124 Mal traf Hack für Borussia Fulda, 32 Mal für Hessen Hersfeld, dazu kommen 51 Tore im Trikot von Germania Fulda, insgesamt 46 Treffer für den FVSteinau und 65 Tore gelangen ihm für den RSVPetersberg – macht zusammen 318 Treffer alleine in der Verbands- oder Hessenliga. Nimmt man die unterklassigen Tore aus dem Herbst der Karriere mit dazu, dann kam Hack auf weit über 400 Tore im Seniorenbereich.

„Und das alles nur wegen Stephan Walter“, schmunzelt Hack heute. Der hatte Hack einst entdeckt und in die damals starke Jugend von Germania Fulda geholt. „Walter war das Beste, was mir damals passieren konnte. Er war ein herausragender Trainer in der Jugend“, schaut Hack zurück.

„Tolle Zeiten“ seien es gewesen, sagt Hack über seine Laufbahn, in der er als junger Kerl 1985 mit dem Wechsel zu Borussia Fulda seine ersten „großen“ Erfahrungen sammelte. „Das war schon etwas ganz Besonderes, wenn ich daran denke, dass ich plötzlich mit Leuten wie Uwe Pallaks, Klaus Hofmann, Peter Fritz oder Richard Nix zusammengespielt habe. Und dann war da ja auch die prima Atmosphäre im Stadion“, erinnert sich Hack, der noch genau weiß, gegen wen er sein erstes Tor schoss. „Das war gegen Eintracht Haiger. Die waren damals eine große Nummer. Das war sogar ein Kopfball“, lacht Hack, der seine Stärken in seiner unglaublichen Schnelligkeit hatte.

"Wo hätte ich in Gladbach spielen sollen?"

Dass er einst zwei Angebote von Borussia Mönchengladbach ausschlug, hat Hack nie bereut. „Die Erinnerung daran bleibt unvergessen. Schließlich war ich zwei Mal mehrere Tage dort zum Probetraining.“ Warum er den Gladbachern absagte? „Uwe Rahn war damals Torschützenkönig der Bundesliga und Fußballer des Jahres. Igor Belanow sogar Europas Fußballer des Jahres und dann war da noch Hans-Jörg Criens. Wo hätte ich da spielen sollen?“, so Hack.

Herausragende Trainer hatte Hack einige. „Allen voran Jürgen Krawczyk und Kurt Kowarz. Krawczyk hat so ein super Training gemacht, dass alle topfit waren. Das war bei Kowarz auch der Fall. Bei ihm hat mir imponiert, dass er nicht viel geredet hat, aber immer alles im Griff hatte.“

Verrückte Spiele, aber auch schmerzhafte Niederlagen prägten seine Karriere. „Unvergessen bleibt ein Sieg mit dem FV Steinau im Verbandsliga-Aufstiegsjahr in Schrecksbach. Da haben wir bis zur 90. Minute 0:1 hinten gelegen, ehe Fred Schaub und ich das Spiel mit unseren Toren noch gedreht haben. Die bitterste Niederlage war das 0:7 auf Asche beim SV Wehen. Da haben wir gegen eine super Truppe sieben Tore in einer Halbzeit bekommen“, weiß Hack noch genau.

Eine harte Zeit brach an, als sich schweren Verletzungen häuften. 1994 brach sich Hack bei Borussia Fulda binnen kürzester Zeit zwei Mal das Wadenbein an der gleichen Stelle, 1998 setzte ihn ein Kreuzbandriss beim FVSteinau erneut fast eine ganze Saison außer Gefecht.

Heute sieht man Hack übrigens als Besucher regelmäßig bei seinem Heimatverein SVEngelhelms und den Spielen der SGmit Nachbar Edelzell. „Weil es mir Spaß macht. Da mag spielerisch durchaus was fehlen, aber das ist ehrlicher Fußball von der ersten Minute an“, so Hack.Abhalten können ihn vom sonntäglichen Sportplatzbesuch nur die Töchter Lisa-Marie und Franka. „Die beiden reiten Turniere und wenn da am Wochenende was ansteht, dann geht die Familie vor.“

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