Gruppenliga: Sieg gegen Bronnzell

Spannung, weil Eiterfeld es wollte

17. Oktober 2020, 15:30 Uhr

Ali Dogru (rechts) war einer der Eiterfelder Aktivposten. Foto: Kevin Kremer

Die SG Eiterfeld/Leimbach kann es doch noch. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen platzte der Knoten ausgerechnet gegen die Viktoria aus Bronnzell, die zuletzt sieben Spiele nacheinander ohne Niederlage blieb. Dass es lange spannend blieb, hatten sich die Hausherren selbst zuzuschreiben.

Ein Team, das unbedingt den Bock umstoßen wollte und über weite Strecken griffig im Spiel und in den Zweikämpfen war und ein Team, welches zwar Fußball spielen wollte, jedoch die PS kaum auf den Rasen bringen konnte sahen die Zuschauer am Eiterfelder Hain. Was Bronnzell lieferte, war schlichtweg für einen Meisterkandidaten zu wenig. Den berühmten Schneid kaufte Eiterfeld den Gästen ab Minute eins ab, mit der Fünferkette, die Coach Ante Markesic seit vergangenem Wochenende spielen lässt, wirkten die Hausherren glücklich. "Keinerlei Mittel", so Gäste-Trainer Jens Keim, habe sein Team dagegen gefunden und "viel zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Eine absolut schlechte Leistung von uns. Wir wollten den Gegner laufen lassen, doch stattdessen hat der Gegner uns laufen lassen."

Entsprechend des Systems war das Eiterfelder Ziel, gezielte Nadelstichte Richtung Bronnzeller Tor zu setzen. Und das klappte hervorragend, Keim war bereits Mitte der ersten Halbzeit bedient und musste mit ansehen, wie Ali Dogru die Führung besorgte. Kevin Grob brachte einen Freistoß scharf und halbhoch rein. Da niemand sich Richtung Ball orientierte, durfte Dogru am zweiten Pfosten locker einköpfen (13.). Das, was Eiterfeld lieferte, hatte Hand und Fuß. Grob war kurz zuvor nach doppeltem Doppelpass mit Dogru noch an Ritzel gescheitert, Kevin Kurz, später verletzt raus, wurde noch gerade so geblockt (27.). Allerspätestens zehn Minuten später hätte das 2:0 fallen müssen, doch Grob und Dogru wussten im Doppelpack die Großchance nicht zu nutzen. "Das neue System kommt uns vielleicht etwas mehr entgegen. Wir bekommen über die Flügel mehr Zug rein und stehen defensiv zudem kompakter. Aber es war die vergangenen Woche nicht alles schlecht, einzig die Wucht vor dem Tor hat gefehlt. Dennoch ist der Sieg Balsam für die Seele", sagte Mittelfeldmotor Grob.

So war es lange spannend, weil Eiterfeld auch mit nach dem Wiederanpfiff nicht die Möglichkeiten nutzen wollte. Einmal mehr waren Grob und Dogru die Hauptdarsteller. Entscheidend war schließlich Alexandru Catalin Nistors Treffer, der nach Robin Sorgs Hereingabe mit Hilfe der Latte vollendete (81.). Sorg, sehr agil über die 90 Minuten, machte ständig Dampf über die rechte Seite. Wie angefressen Bronnzell war, zeigte sich umgehend nach Abpfiff. Nur Sekunden nach der besiegelten Pleite waren von den Gästen nichts mehr am Rasen zu sehen. Eben so, wie im Spiel zuvor, denn einzig Jan-Niklas Jordan wartete mit einer Großchance auf. Sein Schlenzer küsste allerdings nur den Pfosten (18.).

Die Statistik:

SG Eiterfeld/Leimbach: Klein – Hilpert, Busold, Galbas, Schilling, Witzel – Grob, Aumann (89. Faust) – Sorg, Dogru (68. Nistor), Kurz (49. Käsmann).
SG Bronnzell: Ritzel – Bohl, Balzer, Belaarbi, Jäger (76. Dinov) – Hohmann, Wingenfeld (59. Horenkamp) – Keller (65. Wind), Weiss, Jordan – M. Weber.
Schiedsrichter: Aziz Haj Nasr (SVH 1945 Kassel).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Ali Dogru (13.), 2:0 Alexandru Catalin Nistor (81.).

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