25.05.2018

Spielt der Norden auch am letzten Spieltag verrückt?

Kreisoberligen: Dreikampf an der Spitze, Fünfkampf im Keller

David Fladung (vorne, hier gegen Timo Burghardt von der FSG Hohenroda) und seine Steinbacher Zweite müssen noch zittern. Archivfoto: Kevin Kremer

In der Kreisoberliga Mitte geht es am letzten Spieltag um nichts mehr, im Süden immerhin noch um Abstiegsfragen, doch so richitg Spannung verspricht der Samstagnachmittag in der Kreisoberliga Nord.

Gleich sechs der acht abschließenden Spiele am Sonnabend um 16 Uhr bieten in der Kreisoberliga Nord noch Zündstoff. So ist die SG Hessen/Spvgg. in der luxuriösen Position, bereits mit einem Unentschieden bei der SG Haunetal (in Wehrda) den Meistertitel klarzumachen. Doch so richtig erfreut darf die Elf um Spielertrainer Roman Prokopenko darüber eigentlich nicht sein, schließlich erlag in den vergangenen Wochen der Tabellenführer regelmäßig dem Nervenflattern und musste den Platz an der Sonne sogleich wieder abtreten. Patzen die „Hessen“ könnte zu allererst die FSG Bebra profitieren, die Absteiger Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain empfängt. Ein Sieg und zumindest Platz zwei ist sicher.

Gleich zwei Verlierer könnte es beim Wildecker Derby zwischen dem ESV Hönebach und der SG Wildeck geben. Hönebach spekuliert noch auf Platz eins oder zwei, ist aber ob der verlorenen direkten Duelle auf Patzer der „Hessen“ und/oder Bebra angewiesen. Wildeck hingegen gehört zum Quintett, das die Abstiegsrelegation vermeiden möchte. Ein eigener Sieg reicht, ansonsten würde das große Zittern und vielleicht auch Rechnen beginnen. Das Problem für die Wildecker: Die möglichen Dreiervergleiche haben sie allesamt verloren, wären bei Punktgleichheit mit mehr als einem Team die Gelackmeierten. Konstellationen könnten sich diesbezüglich mit Hohenroda und Steinbach IIoder Hohenroda und Niederjossa ergeben.

Steinbach II zittert noch gewaltig

Auch Niederjossa als Viertletzter und somit auf dem Feuerstuhl befindlichem Team hat den direkten Klassenerhalt noch in der eigenen Hand, weil durch ein Sieg mit zwei Toren Differenz gegen Rotenburg /Lispenhausen der direkte Konkurrent übertrumpft wäre. Die Rotenburger könnten nur in die Relegation rutschen, wenn sie verlieren, gleichzeitig Hohenroda (gegen Absteiger Ober-/Untergeis) und Wildeck gewinnen und Steinbach II zumindest einen Punkt holt. Ganz tricky würde es werden, falls Niederjossa die SG Rotenburg/Lispenhausen mit einem Tor Unterschied schlägt und gleichzeitig die restliche Konkurrenz vorbeizieht, dann nämlich würde es wegen Punkt- und Torgleichheit ein Entscheidungsspiel um das Vermeiden des Relegationsplatzes geben. Der direkte Vergleich wäre in diesem Falle ebenfalls gleich.

Dass Steinbach II noch am letzten Spieltag zittern muss, Sebastian Bott Reserve statt Hessenliga spielt und zusätzlich auf Altgediente wie „Joe“ Weber oder Thomas Ziegler (kommender Trainer in Lauterbach) zurückgreift, hätte vor einem halben Jahr noch niemand erwartet, da war die Elf von David Fladung noch drauf und dran ein Wörtchen um die Meisterschaft mitzusprechen. Doch der personelle Aderlass bei der ersten Mannschaft hat vor allem in der Reserve spuren hinterlassen. Dass sich der Noch-Hessenligist nun vermehrt bei der SG Niederaula /Kerspenhausen bedient (nach Pascal Manß im vergangenen Sommer und Wintertransfer Max Schäfer, schließen sich auch Fabian Koch und Jan Ullrich in wenigen Wochen dem SVS an), könnte dem SV Steinbach nun aufstoßen, denn just gegen eben jene Spielgemeinschaft geht es am Samstag und die wird heiß sein. Das Spiel wird auf dem B-Platz stattfinden, weil die erste Mannschaft zumindest eine Halbzeit lang parallel spielen wird und Hessenliga-Fußball ob bestimmter Bedingungen nur auf dem originären Feld im Mühlengrund erlaubt ist.

Kreisoberliga Süd:

In der Kreisoberliga Süd hängt alles an der SG Bad Soden: Hält die die Verbandsliga, muss nur ein Team absteigen, steigen die „Sprudelkicker“ ab, müssen zwei Teams in die A-Liga. In der Verlosung sind Rommerz und Herolz (beide 18 Punkte), die im ungünstigen Falle nicht mehr zu retten wären, ansonsten den Releganten unter sich ausmachen. Herolz hat den direkten Vergleich für sich entschieden. Haimbach (28 Punkte) und Weyhers (25 Punkte) würden im für sie schlechtesten Falle den Releganten unter sich ausmachen. Haimbach hat den direkten Vergleich verloren. Da Bad Soden erst um 17.15 Uhr spielt, die KOL Süd bereits um 17 Uhr, werden die Mannschaften in einen kurzen Wartemodus versetzt.

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